WHO: Gesundheitseinrichtungen in Afghanistan droht Nachschub auszugehen

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Logo der WHO (AFP/Fabrice COFFRINI)

Den Gesundheitseinrichtungen in Afghanistan droht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bald der Nachschub an medizinischer Ausrüstung auszugehen. Außerdem litten die Einrichtungen unter Personalmangel, erklärte die WHO am Freitag in Genf. "Wir haben nur noch für wenige Tage Vorräte und prüfen alle Möglichkeiten, mehr Medikamente ins Land zu bringen", sagte der WHO-Notfalldirektor in der östlichen Mittelmeerregion, Rick Brennan, in einer Videokonferenz mit Journalisten.

Es gebe in Afghanistan "zahlreiche Einschränkungen" aus logistischen und Sicherheitsgründen, hob Brennan hervor. Nach dem Doppelanschlag am Kabuler Flughafen sei die Lieferung von Nachschub über diesen Airport keine Option mehr.

Bei den Selbstmordattentaten waren am Donnerstag mehr als 80 Menschen getötet worden. Laut Brennan prüfen die Vereinten Nationen nun Lieferungen über den Flughafen im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Die ersten Flüge könnten hoffentlich in ein paar Tagen starten.

Als positive Nachricht teilte Brennan mit, dass fast alle der von der WHO unterstützten 2200 Gesundheitseinrichtungen in Afghanistan weiterhin offen seien. Allerdings bereite es Sorge, dass viele medizinische Fachkräfte das Land verließen, weil Ärztinnen und Pflegerinnen sich unter den radikalislamischen Taliban nicht mehr zur Arbeit trauten.

yb/mid

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