WHO nach Ebola-Ausbruch in Demokratischer Republik Kongo aufs Schlimmste gefasst

Anti-Ebola-Einsatz in Demokratischer Republik Kongo 2017

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sehr besorgt über den neuerlichen Ausbruch der hochgefährlichen Ebola-Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo. Das Risiko, dass sich die Epidemie weiter ausbreite, sei "hoch", erklärte die UN-Organisation am Freitag in Genf. Peter Salama, zuständig für die Notfallprogramme der WHO, sagte: "Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor, einschließlich des schlimmsten."

Die WHO-Experten registrierten Salama zufolge zwischen dem 4. April und dem 9. Mai in dem zentralafrikanischen Land 32 Ebola-Fälle. Von diesen seien 18 tödlich ausgegangen. Laut dem Gesundheitsministerium in Kinshasa brach die Seuche in der nordwestlichen Provinz Équateur aus.

Es ist bereits der neunte bekannte Ausbruch von Ebola in dem Land seit 1976, als das tödliche Virus erstmals von einem belgischen Expertenteam nachgewiesen wurde. Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht. In Guinea, Sierra Leone und Liberia starben damals rund 11.300 Menschen an dem Virus.

Ebola ist eine oft tödliche Virus-Krankheit. Die Übertragung der Krankheit geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Der Ausbruch der Krankheit geht einher mit Fieber, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen und in manchen Fällen Blutungen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei und 21 Tagen.