"Whistleblower" Christopher Wylie sagt vor Abgeordneten aus

Im Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica hat Christopher Wylie im britischen Parlament ausgesagt.

Der Mann, der die Vorgänge öffentlich gemacht hat, wurde zum Thema „Fake News“ im Medien- und Digitalausschuss angehört .

Dabei machte er auf eine weitere Firma in diesem Skandal aufmerksam, ein kanadisches Unternehmen mit dem Namen Aggregate IQ.

Diese Firma habe das Programm geschrieben, mit dem sich die Facebookdaten auswerten ließen.

Wylie sprach auch über den ehemaligen amerikanischen Präsidentenberater Steve Bannon, der sich sehr für den britischen EU-Austritt interessiert habe.

Er führte das auf das öffentliche Bild zurück, das die USA sich von den Briten machten, als aristokratisch, gebildet, distinguiert: Wenn hier eine populistische Bewegung und damit der Brexit möglich sei – dann sei auch die Wahl von Trump möglich.

Der Parlamentsausschuss will auch den Facebookgründer Mark Zuckerberg befragen. Der will aber nicht selbst kommen, zum Unwillen der britischen Abgeordneten .

Stattdessen will er seinen Technologie- oder den Produktvorstand schicken, der aus seiner Sicht besser Auskunft geben könnte.

Der Ausschussvorsitzende forderte Zuckerberg dazu auf, das zu überdenken. Er wiederholte auch das Angebot, sich von den USA aus nach London zuschalten zu lassen.