Whiskey, Sekt und Weißbier - so feierte das Gold-Duo

Andreas Wellinger holte sich den Olympiasieg auf der Normalschanze

 

 

Ein Tag, zwei Goldmedaillen: Das deutsche Olympia-Team ist perfekt in die Olympischen Winterspiele von Pyeongchang gestartet.

Und die Gold-Helden Laura Dahlmeier und Andreas Wellinger ließen es anschließend angemessen krachen.

"Jetzt hoffe ich, dass ich schnell irgendwo a Weißbier herbekomm'", sagte der neue Skisprung-Olympiasieger mit breitem Grinsen und nachdem er seine Freudentränen getrocknet hatte: "Aber erst mal muss ich noch bei der Dopingkontrolle einen Becher vollmachen. Hat jemand ein Glaserl Whisky dafür?"

Kollegin Dahlmeier war da schon im Deutschen Haus angekommen und genoss die Ovationen. "Das ist Wahnsinn, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", erklärte sie am Eurosport-Mikrofon. "Das ist ein Kindheitstraum. Ich hab damals schon in einem Poesie-Album als Berufswunsch 'Olympiasiegerin' reingeschrieben".

Wellinger hochemotional

Die jahrelangen Qualen haben sich für das bayerische Duo ausgezahlt. "Ich bin so glücklich über das Rennen, es war das perfekte Rennen. Ich habe so lange auf diesen Tag hingefiebert und -gearbeitet", sagte Dahlmeier.

Wellinger kauerte in den Sekunden nach der Entscheidung heulend wie ein Schlosshund auf dem Boden, konnte kaum begreifen, was er da in einem schier unglaublichen Wettkampf geleistet hatte: "Das werde ich wohl erst in einigen Tagen verstehen. Das kriege ich im Moment absolut noch nicht in den Kopf."

Sein Bundestrainer Werner Schuster geriet ob des Triumphs außer Rand und Band, fiel Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um den Hals und streckte auf der Siegerpressekonferenz immer wieder feixend die Zunge heraus. 

Sektdusche des Gold-Duos

Wellinger fand seine Fassung zwischenzeitlich wieder. Das "gescheite Weißbier" auf dass sich der 22-Jährige im eisigen Auslauf der Sprungschanze gefreut hatte, bekam er im Deutschen Haus direkt in die Hand gedrückt.

Einmal musste er es allerdings noch aus der Hand geben - um mit Dahlmeier gemeinsam eine standesgemäße Sektdusche von der Bühne regnen zu lassen.

Es soll nach diesem perfekten Auftakt nicht die letzte gewesen sein für das deutsche Team.