Wework-Gründer sammelt 350 Millionen Dollar für neues Projekt ein

Adam Neumann hat es mit seinen Eskapaden bei Wework zu fragwürdigem Ruhm gebracht.  - Copyright: Jackal Pan/Visual China Group via Getty Images
Adam Neumann hat es mit seinen Eskapaden bei Wework zu fragwürdigem Ruhm gebracht. - Copyright: Jackal Pan/Visual China Group via Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Adam Neumanns neues Startup Flow erhält Rückendeckung von Andreessen Horowitz. Die prominente Risikokapitalgesellschaft aus dem Silicon Valley unterstützt das nächste Projekt des Wework-Gründers, trotz dessen recht desaströsen Abgangs bei dem Büroraumvermittler.

Zudem zeigt Andreessen Horowitz mit rund 350 Millionen US-Dollar auch noch ein recht großes finanzielles Engagement für Neumanns nächste Unternehmung. Laut der „New York Times“, die zuerst über den Deal berichtete, ist dies der größte Scheck, der je für eine einzelne Finanzierungsrunde in der Geschichte des Fonds ausgestellt wurde. Flow ist ein Mietprojekt, das 2023 mit rund 3000 Appartments in den USA an den Start gehen soll. Das Startup, das schon jetzt mit einer Milliarde Dollar bewertet wird, will eine Wohnutopie für Remote Worker sein und Wohnen im Gemeinschaftsstil anbieten. [Mehr bei New York Times, Bloomberg, Fast Company und Wall Street Journal]

Auf Gründerszene: Das Berliner Krypto-Startup Nuri steckt mitten im Insolvenzverfahren. Warum haben die Investoren nicht geholfen? Welche Chancen das Fintech jetzt noch hat und was das Insolvenzverfahren für die Kunden bedeutet, darüber spricht Redakteurin Nina Anika Klotz mit dem Finanzstrategen Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Er beobachtet den Kryptobereich seit Jahren sehr genau. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Hellofresh hat bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse einen Rekordumsatz mit knapp zwei Milliarden Euro vorgelegt. An der Börse reagierten die Anleger positiv – die Aktie stieg um gut neun Prozent. Trotz schwieriger Umstände profitierte der Kochboxen-Lieferant alles in allem von der Corona-Pandemie und dem Trend zum Homeoffice. Für dieses Jahr prognostiziert die Firma Erlöse um die 7,1 Milliarden Euro. Auch für die kommenden Jahre planen die Berliner Wachstum: Bis 2025 sollen Erlöse bis zu zehn Milliarden Euro angepeilt werden. [Mehr bei Handelsblatt]

Bird hat nach einem turbulenten zweiten Quartal erfreuliche Ergebnisse präsentiert. Das Roller-Startup verfehlte zwar die Erwartungen der Analysten mit einem Umsatz von 76,7 Millionen US-Dollar im Quartal knapp. Doch das Ergebnis war eine Steigerung von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und zudem eine massive Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal, in dem Bird nur 38 Millionen Dollar erwirtschaftete. Zuvor hatte die in Florida ansässige Firma angekündigt, ihr Einzelhandelsgeschäft auflösen zu wollen, den Betrieb in unrentablen Märkten einzustellen und das Unternehmen intern umzustrukturieren. In den vergangenen Monaten mussten 140 Mitarbeiter gehen. [Mehr bei Techcrunch]

Apple-Aktien stehen bei Warren Buffett hoch im Kurs. Dessen Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat in den vergangenen drei Monaten knapp fünf Millionen Aktien des iPhone-Herstellers aufgekauft, wie eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zeigt. Damit hielt Berkshire Ende Juni 894,8 Millionen Apple-Aktien, mit einem Wert von 122,3 Milliarden US-Dollar. Buffett ist seit Langem ein „Apple-Fan“ und sagte in der Vergangenheit bereits, Apple gehöre zu den „vier Giganten“ seines Konglomerates. Schon im ersten Quartal hatte Buffett die Schwächephase der Apple-Aktie für sich genutzt und zugekauft. [Mehr bei Handelsblatt]

Unity musste am Montag an der Börse ein Minus von sieben Prozent hinnehmen, nachdem der Vorstand des Softwareunternehmens für Videospiele ein Übernahmeangebot des Konkurrenten Applovin ablehnte. Applovin hatte letzte Woche angeboten, Unity für 58,85 US-Dollar pro Aktie oder insgesamt 20 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Anstatt dieses Angebot anzunehmen, empfiehlt Unity den Aktionären, für die geplante Übernahme des israelischen Startups Ironsource zu stimmen. Für das Unternehmen für mobile Werbetechnologie will Unity 4,4 Milliarden Dollar ausgeben. [Mehr bei CNBC und Bloomberg]

Michael Burry hat der US-amerikanischen Techindustrie einen Schlag versetzt: So wurde bekannt, dass der Star-Investor, der einst die Finanzkrise vorhersagte, alle seine Aktien der Facebook-Mutter Meta, der Google-Mutter Alphabet sowie des Onlinereiseportals Booking verkauft hat. Bei den drei Unternehmen war der Investor erst vor wenigen Monaten für insgesamt knapp 55 Millionen Euro eingestiegen. Burry hält die aktuelle Aufwärtsbewegung für eine Bärenmarktrally und hat deswegen nur einen Posten im Depot behalten – die Aktie eines Gefängnisbetreibers. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Ende 2020 hat Farina Schurzfeld ihr Psychotherapie-Startup Selfapy verlassen. Nun berät sie junge Gründerteams in Sachen Skalierung. Als Interims-Managerin gegen Gebühr. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion