Wework-Aktien werden ab 21. Oktober an der Börse gehandelt

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Die Geschichte von Wework, die inzwischen sogar verfilmt ist, bleibt spannend.
Die Geschichte von Wework, die inzwischen sogar verfilmt ist, bleibt spannend.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Weworks Aktien werden erstmals am 21. Oktober an der Börse gehandelt. Dann soll eine Fusion des Co-Working-Space-Anbieters mit der Zweckgesellschaft Bowx Acquisition Corp abgeschlossen sein. Die Aktionäre von Bowx werden am 19. Oktober über die geplante Fusion abstimmen. Danach wird das Unternehmen an der New Yorker Börse mit dem Symbol „WE“ notiert. Bowx wird derzeit zu 9,99 US-Dollar pro Aktie gehandelt.

Ursprünglich wollte der Bürovermittler bereits vor etwa zwei Jahren an die Börse. Doch Fragen zu seinem Geschäft und der Bewertung des Unternehmens führten dazu, dass die Planungen wieder abgebrochen wurden. In der Folge verließ Mitgründer und CEO Adam Neumann das Unternehmen und die Führungsetage wurde umgebaut. Wework entließ schließlich Tausende von Mitarbeitern und verkaufte mehrere Unternehmen, die es unter Neumann erworben hatte. [Mehr bei The Information]

Auf Gründerszene hört ihr heute von Rafael Laguna de la Vera. Er hat das Unternehmertum gegen das Behördenleben eingetauscht: Seit 2019 leitet er die staatliche Agentur für Sprunginnovationen. Im „So geht Startup“-Podcast berichtet er uns, ob sein Hilfeschrei nach weniger Bürokratie gewirkt hat. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Twitter will mehr als 800 Millionen US-Dollar zahlen, um eine Investorenklage beizulegen. Ein Schuldeingeständnis gibt der Kurznachrichtendienst jedoch nicht. Die Klage stammt aus dem Jahr 2016. Anleger werfen Twitter vor, falsche Angaben über die Wachstumsaussichten gemacht und den Markt dadurch in die Irre geführt zu haben. [Mehr bei Wall Street Journal und Handelsblatt]

Didi-Mitgründerin Jean Liu soll das Unternehmen laut eines Medienberichts verlassen wollen. Dies wäre ein weiteres Anzeichen dafür, dass der chinesische Mitfahrdienst in Aufruhr ist. Didi ging Ende Juni in den USA an die Börse, ein Schritt, der eine Gegenreaktion der chinesischen Regierung auslöste, die den IPO Berichten zufolge verhindern wollte. [Mehr bei Reuters]

Kryptowährungen: Coinbase hat beschlossen, sein Kreditprodukt nicht auf den Markt zu bringen, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC anscheinend damit gedroht hat, die Kryptowährungsbörse zu verklagen, sollte sie „Lend“ freigeben. Robinhood testet ein Krypto-Wallet-Produkt. Die Kunden der Handelsplattform haben sich für solch ein Angebot eingesetzt, wie Vlad Tenev, CEO von Robinhood, bereits im August in einer Telefonkonferenz des Unternehmens anläßlich der Verkündung der Quartalszahlen sagte. [Mehr bei The Information]

Activision Blizzard muss sich nach mehreren Skandalen im Unternehmen mit weiteren Konsequenzen auseinandersetzen. So schaltet sich die US-Börsenaufsicht SEC ein, um den Umgang des Unternehmens mit sexueller Belästigung und Vorwürfen von Diskriminierung am Arbeitsplatz zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Untersuchung gegen den Videospielhersteller steht, ob Führungskräfte des Unternehmens die Probleme angemessen offengelegt haben. [Mehr bei Wall Street Journal]

Finanzierungen: Truelayer, das Entwicklern Technologien zur Verfügung stellt, um eine Reihe von Open-Banking-basierten Dienstleistungen zu ermöglichen, hat in einer Finanzierungsrunde 130 Millionen US-Dollar gesammelt. Dies bewertet das Londoner Startup mit über einer Milliarde Dollar. Fivetran, ein kalifornisches Startup für Datenkonnektivität, hat eine Investition über 565 Millionen Dollar bekannt gegeben. Diese katapultiert den Marktwert der Firma auf geschätzte 5,6 Milliarden. Gleichzeitig gab die Firma ihre zweite Akquisition in diesem Jahr bekannt. Sie übernahm den Datenintegrationskonkurrenten HVR für 700 Millionen Dollar in bar und in Aktien. [Mehr bei Techcrunch und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Der Berliner Solaranlagenvermieter Enpal sichert sich die größte Finanzierung in seiner Firmengeschichte. Das Unternehmen bekommt ein Darlehen in Höhe von 345 Millionen Euro. Unter den Geldgebern ist die New Yorker Investmentfirma Blackrock, die damit zum ersten Mal in private Solaranlagen investiert. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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