Wetter ist schuld: Bierabsatz im ersten Halbjahr gesunken

Die Deutschen trinken immer weniger Bier

Zu nass, zu kalt, zu wolkig: Das Wetter hat den Bierabsatz im ersten Halbjahr sinken lassen. Die deutschen Brauereien verkauften von Januar bis Juni 2,1 Prozent oder eine Million Hektoliter Bier weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Der Brauer-Bund hofft nun auf einen "Sommer, der den Namen verdient, einen sonnigen Herbst und ein solides Weihnachtsgeschäft".

Insgesamt verkauften die Brauereien 46,8 Millionen Hektoliter Bier - das meiste davon (fast 82 Prozent) im Inland. Auch im Exportgeschäft falle die Bilanz der Brauer durchwachsen aus, teilte der Brauer-Bund mit: Die Ausfuhren insbesondere nach China waren demnach durch fehlende Container-Kapazitäten und steigende Transportkosten deutlich erschwert.

Der Verband wies darauf hin, dass in der amtlichen Statistik zudem alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke fehlen - diese machten mittlerweile sechs Prozent des Marktes aus. Mit mehr als 400 verschiedenen Marken sei Deutschland führend bei alkoholfreien Bieren.

Im vergangenen Jahr konnten die Brauereien den Absatz bei knapp 96 Millionen Hektoliter stabil halten. Das verdankten sie auch einem starken Exportgeschäft.