Wetter: Nächster Hurrikan nimmt Kurs auf USA – in Deutschland ruhiger Frühherbst

Yahoo! Redaktion

Wie wir bereits von Anfang an befürchtet hatten, hat sich Hurrikan Harvey tatsächlich zerstörerischer als Hurrikan Katrina im Jahre 2005 entwickelt. Kaum hat sich Harvey nach tagelangen Dauerregenfällen endlich etwas abgeschwächt, da steht auf dem Atlantik schon der nächste Hurrikan in den Startlöchern. Er trägt den Namen Irma und könnte nach den aktuellen Berechnungen zum kommenden Wochenende direkt auf die US-Ostküste und vor allen Dingen Florida treffen!

„In den USA sieht es nur noch einer kurzen Verschnaufpause in Sachen Hurrikan aus. Der Sturm Irma nimmt Florida und Teile des US-Ostküste ins Visier. Derzeit liegt er noch weit draußen auf dem Atlantik, hat aber bereits jetzt schon Spitzengeschwindigkeiten von über 270 km/h erreicht. Im Mittel erreichen die Winde derzeit rund 180 km/h. Innerhalb weniger Stunden hat sich Irma von einem tropischen Sturmtief direkt zu einemHurrikan der Stufe 2 entwickelt. So eine schnelle Entwicklung hin zu einem Hurrikan der Stufe 2 gibt es nur sehr, sehr selten. Daher sollte Irma genau im Auge behalten werden, dann es könnte ein extrem gefährlicher Hurrikan werden“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Lesen Sie auch: Immer düstere Schadensprognosen nach Hurrikan Harvey

Laut aktuellem Wettertrend könnte Irma am Sonntag oder Montag die US-Ostküste erreichen, wenn der Hurrikan nicht noch vorher abdreht. Das ist derzeit aber eher unwahrscheinlich. Die meisten Wettermodelle deuten derzeit darauf hin, dass Irma die US-Ostküste treffen wird. Ob das genau bei Florida oder etwas weiter nördlich davon sein wird, ist allerdings noch unklar.

Eine NASA-Aufnahme zeigt Hurrikan Irma über dem Atlantik (Bild: NASA/NOAA via AP)

„Auf seiner weiteren Zugbahn ist zu befürchten, dass sich Irma noch zu einem Hurrikan der Stufe 4 entwickeln könnte. Dieser Sturm hat enormes Schadenspotential“, so Wetterexperte Jung.

In Deutschland ruhiges Frühherbstwetter

Bei uns im Land geht es glücklicherweise deutlich ruhiger zu. Wir angekündigt hat es sich ein Azorenhochableger bei uns gemütlich gemacht. Das Hoch Petra sorgt nun erstmal für eher ruhiges, aber auch vielfach herbstliches Wetter. Das merkt man bereits am frühen Morgen. Oftmals hat sich am Montagmorgen Nebel gebildet und es ist recht frisch. In München wurden am Morgen nur 3,6 Grad gemessen. Auch in Kaiserslautern und Plauen waren es nur frische 4 Grad.

Galerie: Diese Stars spenden für die Hurrikan-Opfer

In den kommenden Tagen bekommen wir erstmal freundliches Frühherbstwetter. Die Temperaturen erreichen dabei am Montag, Dienstag und Mittwoch lokal auch noch mal Werte um oder knapp über 25 Grad und damit das Kriterium für einen Sommertag. Ab Donnerstag könnte es dann etwas kühler und zum Wochenende hin auch wieder deutlich nasser werden. Zudem könnte es dann auch recht windig, wenn nicht sogar stürmisch werden. Das ist aber noch sehr unsicher.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Montag: 18 bis 26 Grad, oftmals freundlich und trocken
Dienstag: 19 bis 27 Grad, anfangs sehr freundlich, zum Abend im Westen Schauer möglich
Mittwoch: 18 bis 25 Grad, im Nordosten zeitweise Regen, sonst meist schön mit Sonnenschein
Donnerstag: 17 bis 22 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, dazwischen einzelne Schauer
Freitag: 15 bis 23 Grad, im Norden dicke Regenwolken, nach Süden hin noch recht freundlich, zeitweise windig
Samstag: 14 bis 21 Grad, viele Wolken und besonders in der Mitte und im Süden immer wieder Regen, nach Süden stürmisch
Sonntag: 11 bis 20 Grad, oftmals nass und dazwischen nur selten etwas Sonnenschein

Sehen Sie auch: Trump besucht Flutopfer in Texas