Wetter: Morgen Orkan über Deutschland und markante Hochwassergefahr!


Am Mittwoch steht Deutschland ein Orkan bevor. In den Morgenstunden zieht aus Westen ein Tief mit seinem Sturmfeld über Deutschland hinweg und dann droht bis in die Niederungen einen schwerer Sturm. Mit dem Sturm kommt neuer starker Regen. Die ohnehin sehr hohen Flusspegel werden dadurch rasant ansteigen. Die Behörden gehen in aktuellen Prognosen für den Oberrhein sogar von einem markanten Hochwasser aus. Der Pegel Maxau könnte demnach die kritische Marke von 9 Metern erreichen.

Am Mittwochmorgen „erwarten wir im Flachland Spitzenböen zwischen 80 und 100 km/h, stellenweise sind sogar orkanartige Böen bis 110 km/h möglich. In den mittleren und höheren Lagen erwarten wir volle Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h. Der Sturm beginnt am Morgen im Westen und Norden (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, NRW, Hessen) und verlagert sich dann nach Baden-Württemberg und Bayern und dann weiter nach Ostdeutschland. Mit dem Sturm ziehen im Westen und Südwesten heftige Regenfälle auf. Die Schneefallgrenze steigt bis in die Hochlagen und es setzt sich den Mittelgebirgen starkes Tauwetter ein. Schmelzwasser und starker Regen verschärfen damit die Hochwasserlage“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal www.wetter.net.

Am Oberrheinpegel Maxau werden stark steigende Wasserstände berechnet. Es ist durchaus möglich, dass dort der Wasserstand auf bis zu 9 Meter klettert. Der dort jemals gemessene Höchstwert liegt bei 8,59 m. Sollte es tatsächlich so kommen, dann wäre das ein neuer Rekordpegel. Glücklicherweise ist der Oberrhein durch Polder gut gegen solche Wasserstände geschützt. Weiter rheinabwärts könnten solche Wasserstände allerdings kritisch werden. An Rhein, Mosel, Saar, Nahe, Main und Neckar droht eine Hochwasserlage. Wie ausgeprägt diese Hochwassersituation ausfallen wird, hängt im Detail von der exakten Zugbahn der Niederschlagsgebiete ab.

Wer nicht unbedingt muss, der sollte morgen im Haus bleiben. Auf Reisen mit der Bahn und dem Flugzeug sollte man verzichten, denn es ist mit starken Behinderungen zu rechnen. „Das betrifft vor allem die Flughäfen Köln/Bonn, Frankfurt, Saarbrücken und Stuttgart“, so Jung.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:
Mittwoch: 4 bis 8 Grad, Sturm, teils orkanartige Böen, starker Regen
Donnerstag: 7 bis 14 Grad, sehr mild, weiterhin windig bis stürmisch mit Dauerregen, bis in die Hochlagen starkes Tauwetter
Freitag: 7 bis 13 Grad, bedeckt, besonders nach Westen und Süden weiterer Regen
Samstag: 5 bis 9 Grad, bedeckt, kaum noch Regen
Sonntag: 1 bis 7 Grad, deutlich kühler, ab und zu etwas Sonne, dazwischen etwas Regen oder Schneeregen

Bis einschließlich Freitag dauert das wechselhafte, nasse und sehr stürmische Westwindwetter an. Danach könnte es dann zu einer Wetterberuhigung kommen. „Echtes Winterwetter bis ins Flachland ist dagegen weiterhin nicht in Sicht. Der stramme Winter hat sich über Nordamerika festgefahren. Die USA erleben weiterhin eine rekordverdächtige Kältewelle. Erst zum Wochenende könnte es dort etwas wärmer werden. Derzeit gibt es in den nördlichen Bundesstaaten der USA und in Kanada Temperaturen zwischen minus 10 und minus 30 Grad“, erläutert Jung.

Oktober 2017 – das droht uns auch am Mittwoch: Orkan, Hochwasser und gesperrte Bahnstrecken.