Westkanadische Provinz ruft wegen Waldbränden Notstand aus

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Waldbrand in British Columbia Anfang Juli

Wegen der verheerenden Waldbrände im Westen Kanadas haben die Behörden den Notstand ausgerufen. "Wir haben einen kritischen Punkt erreicht", sagte der Minister für öffentliche Sicherheit der Provinz British Columbia, Mike Farnworth, am Dienstag (Ortszeit). Unter Notstandbedingungen können die Behörden Massenevakuierungen anordnen und Schutzeinrichtungen für die in Sicherheit gebrachten Menschen einrichten.

Am Dienstag forderten die Behörden 5700 weitere Menschen auf, ihre Häuser wegen der Gefahr durch die Waldbrände zu verlassen. Zehntausende weitere aufgerufen, sich auf mögliche ähnliche Anordnungen einzustellen. "Bitte bereiten Sie einen Evakuierungsplan für Ihre Familie vor", appellierte der Feuerwehr-Einsatzleiter Cliff Chapman an die Menschen.

Im Westen Kanadas und an der US-Westküste wüten seit Wochen schwere Waldbrände. In British Columbia gibt es aktuell rund 300 aktive Brände, mehr als 3000 Feuerwehrleute sind gegen die Flammen im Einsatz.

Die Behörden rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Lage in den kommenden Tagen - den Wetterprognosen zufolge soll es heiß und trocken bleiben. Laut Chapman sind bereits rund 3000 Quadratkilometer Land durch die Brände verbrannt - eine etwa dreimal so große Fläche wie zu dieser Jahreszeit üblich.

Auch in den USA wüten derzeit mehr als 80 große Waldbrände. Am schlimmsten betroffen ist der Bundesstaat Oregon, wo die Einsatzkräfte gegen das riesige "Bootleg"-Feuer kämpfen. Der Feuerwehr-Einsatzleiter Rob Allen bezeichnete den Großbrand am Dienstag als "Monster". Diesen Brand zu bekämpfen sei "ein Marathon, kein Sprint".

isd

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