Westend: Paar in der eigenen Wohnung überfallen - Prozess beginnt

Das Paar wurde im Stadtteil Westend von zwei Bewaffneten misshandelt und ausgeraubt. Die Täter gingen brutal vor.

Es ist der Albtraum schlechthin, und es kann letztlich jedem passieren: Man will morgens zur Arbeit, öffnet arglos die Wohnungstür, wird zurückgestoßen, und plötzlich stehen zwei vermummte bewaffnete Männer in der Wohnung. So geschah es am 12. August dieses Jahres dem 54-jährigen Albert M. (Name geändert) und seiner Lebensgefährtin. Einer der Räuber muss sich seit Montag vor einer Moabiter Strafkammer wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes verantworten.

Der 38-jährige Gayrbek G. legt auch sofort ein Geständnis ab. Es muss übersetzt werden, Gayrbek G. ist Tschetschene. Am 10. August kam er nach Berlin. Angeblich, um hier Urlaub zu machen. Dann sei ihm jedoch die Reisetasche mit Kleidung, Bargeld und Papiergeld gestohlen worden, und alles sei anders gekommen, heißt es in seiner Erklärung. Er habe zwei Landsleute kennengelernt. Und einer von ihnen, Gayrbek G. nennt ihn vor Gericht Sascha, soll auf die Idee gekommen sein, nach Westend zu fahren und einzubrechen. Es könne mit einer Beute von 1000 bis 2000 Euro gerechnet werden. Den zweiten Kumpan nennt er Sergej. Seine Aufgabe war es, draußen im Fluchtfahrzeug zu warten und sie vor eventuell eintreffenden Polizeifahrzeugen zu warnen.

"Ich habe ihn mit dem Gesicht ins Kissen gedrückt, damit er ruhig ist"

Gayrbek G.s Beschreibungen zufolge inspizierten sie in der Bayernallee in Westend mehrere Häuser. Es sei dann zufällig gewesen, dass es gerade Albert M. und dessen Lebensgefährtin erwischte. Als die Räuber in die Wohn...

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