Endlich zu null! RB träumt vom Halbfinale

Timo Werner (M.) erzielte seinen siebten Europapokaltreffer

Das Halbfinale winkt, der Gegentor-Fluch ist gebannt: Dank Nationalstürmer Timo Werner hat RB Leipzig beste Chancen auf die Vorschlussrunde in der UEFA Europa League.

Die Sachsen gewannen am Donnerstag ihr Viertelfinal-Hinspiel gegen Olympique Marseille mit 1:0 (1:0). Beim Rückspiel am 12. April (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) reicht Leipzig schon ein Unentschieden zum ersten europäischen Halbfinale der Vereinsgeschichte. (Spielplan und Ergebnisse)

"Es war ein hartes und enges Spiel, aber wir haben es sehr gut gemacht und gut verteidigt. Das ist ein gutes Ergebnis für uns. Wir haben die Chance, weiterzukommen. Wir müssen genau dieses Spiel nochmal machen, physisch sind wir auf jeden Fall in der Lage dazu", sagte Leipzigs Schwede Emil Forsberg bei SPORT1. (Die Stimmen zur Europa League)

Gulacsi freut sich über weiße Weste

Kurz vor der Halbzeitpause traf Werner (45.+1) für den Bundesliga-Vizemeister nach einem von Forsberg eingeleiteten Konter. "Wir funktionieren gut. Er hat super Laufwege, er ist immer anspielbar, ein super Spieler", lobte Forsberg seinen Kollegen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Vor allem Torhüter Peter Gulacsi freute sich im elften Spiel über seine erste weiße Weste auf europäischer Bühne. "Wir haben schon oft darüber gesprochen, dass wir zu null Spielen wollen. In der K.o.-Phase ist es natürlich noch wichtiger, dass wir hier zuhause zu null gespielt haben", sagte der Ungar bei SPORT1.


Sollten sie am kommenden Donnerstag tatsächlich die nächste Runde erreichen, sind die Leipziger der erste Europacup-Neuling seit dem FC Villarreal in der Saison 2003/2004, der in einem Halbfinale steht.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 mit dem RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff.

Hasenhüttl kann mit Ergebnis leben

"Insgesamt war es nicht das Wunschergebnis, ein Tor mehr wäre natürlich besser gewesen. Aber ein 1:0 gegen Marseille zuhause ist ein Ergebnis, mit dem man leben kann", sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bei SPORT1.


Im Vergleich zum 3:2-Sieg in der Bundesliga bei Hannover 96 veränderte Hasenhüttl gegen Marseille seine Mannschaft nur auf zwei Positionen. Innenverteidiger Dayot Upamecano ersetzte den gelbgesperrten Kapitän Willi Orban, während Lukas Klostermann für Bernardo als Linksverteidiger auflief. Bei Marseille fehlten Stammkeeper Steve Mandanda und Adil Rami aufgrund von Muskelblessuren. Rami wurde durch Ex-Bundesliga-Profi Luiz Gustavo im Abwehrzentrum ersetzt.

Gulacsi früh im Fokus

Vor der Partie hatte Hasenhüttl bereits darauf spekuliert, den Gegentor-Fluch zu brechen. Seine Mannschaft begann vor 34.043 Zuschauern jedoch unsicher in der Defensive. Wie auch Marseille verstolperten die Sachsen im Spielaufbau viele Bälle und luden zu Kontern ein. Kein Wunder, dass die Gäste die erste richtige Torchance hatten. Nach einer Flanke von Frankreichs Nationalspieler Dimitri Payet scheiterte Kostas Mitroglou (9.) aus nächster Nähe an RB-Torwart Peter Gulacsi.

Erst danach setzte sich Leipzig in der französischen Hälfte fest, doch im Strafraum fehlte meist der letzte Pass. Zwingende Möglichkeiten blieben in dieser Phase Mangelware. Ibrahima Konate (22.) per Kopfball und Emil Forsberg (29.) nach direktem Freistoß zielten etwas zu hoch.

Marseille trifft nur die Latte - Werner das Tor

Gefährlicher war bis dato eindeutig Marseille. Kurz vor der Pause erzielte vergab Olympique gleich mehrere gute Gelegenheiten. Unter anderem traf Bouna Sarr (42.) mit einem Seitfallzieher die Latte, ehe Werner bei seinem Tor Gäste Keeper Yohann Pele auf dem falschen Fuß erwischte.

Im zweiten Durchgang drückte Marseille kurz nach Wiederbeginn auf den Ausgleich. Lucas Ocampos (56.) per Hacke und der nimmermüde Payet (57.) vergaben beste Möglichkeiten, Leipzig gelang offensiv fast nichts. Entlastung verschafften meistens nur Standardsituationen, während Olympique gerade in der Schlussphase auf seine Chance drängte.