Subotic-Comeback: "Bin bereit wie die Feuerwehr"

Maximilian Lotz, Holger Luhmann
Neven Subotic feiert mit Nuri Sahin den Führungstreffer der Dortmunder

Neven Subotic hat beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt sein überraschendes Comeback in der Startelf von Borussia Dortmund gegeben - und der Verteidiger war trotz des verpassten Sieges glücklich.

"Es ist ein bisschen wie ein WM-Endspiel, das hat man nicht oft. Aber dafür spiele ich Fußball und dafür trainiere ich", sagte Subotic nach den turbulenten 90 Minuten. Dabei erfuhr er erst am Freitagabend von seinem Glück: "Gestern Abend wurde in der Sitzung bekannt gegeben, dass ich spiele. Ich habe mich riesig gefreut." 

Für den Innenverteidiger war es der erste Einsatz von Beginn an für den BVB seit dem 17. März 2016 in der Europa League gegen Tottenham Hotspur. Sein letzter Bundesligaeinsatz für die Schwarz-Gelben liegt sogar noch weiter zurück: 2. März 2016 bei Darmstadt 98.

"Es kann noch besser klappen"

In der vergangenen Saison hatte Subotic in der Rückrunde allerdings für den 1. FC Köln zwölf Ligaspiele absolviert.


Insgesamt war der Abwehrspieler mit seiner eigenen Leistung zufrieden. "Obwohl es heute eigentlich gut geklappt hat, kann es natürlich noch besser klappen", sagte er.

Auch die Statistiken weisen für Subotic ein ordentliches Spiel aus: 68 Ballkontakte hatte der Serbe, seine Bilanz fiel mit 61,5 Prozent gewonnenen Zweikämpfen positiv aus. Gegen Ante Rebic rettete er zwei Mal stark (48. und 86.).

Für Subotic waren die 90 Minuten durchaus eine Empfehlung für weitere Aufgaben. "Ich glaube und hoffe, dass ich eine Chance bekommen werde. Und ich hoffe auch, dass ich mit meiner Leistung heute ein Zeichen gegeben habe, dass ich mich gegen einen starken Gegner beweisen konnte."

Auch konditionell hatte Subotic keine Probleme. "Der Trainer hat mich gefagt, ob ich 90 Minuten spielen kann. Ich habe gesagt, dass ich sogar 120 spielen kann. Ich bin topfit. Englische Wochen sind nicht Neues für mich. Das ist etwas, was ich mir in der Klopp-Ära antrainiert habe."

Sein Fazit: "Ich kann der Mannschaft helfen. Ich bin jederzeit bereit, wie die Feuerwehr - man muss mich einfach rufen, dann bin ich da."

Subotic hat "den Anspruch zu spielen"

"Er ist Spieler von Borussia Dortmund und hat auch den Anspruch zu spielen, ich hoffe, dass wir das heute sehen", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc vor dem Anpfiff bei Sky.

Insgesamt war seine Zweikampfquote von 61,5 Prozent ausbaufähig. Weder in den vergangenen drei Ligaspielen noch in den letzten beiden Champions-League-Partien zählte der Serbe zum Kader. Nun verhalfen die Personalsorgen in der Defensive Subotic zum Comeback.

Trainer Peter Bosz fehlten im Auswärtsspiel bei den Hessen die beiden Innenverteidiger Sokratis (gesperrt) und Ömer Toprak (Zerrung). Zudem standen die Außenverteidiger Marcel Schmelzer, Lukasz Piszczek, Raphael Guerreiro und Erik Durm nicht zur Verfügung.

Wie schon gegen APOEL Nikosia lief Marc Bartra daher als Rechtsverteidiger auf. Neben Subotic feierte Mittelfeldspieler Julian Weigl sein Debüt als Innenverteidiger.