Leipzig bleibt bei Werner-Comeback oben dran

RB Leipzig feiert dank des Tors von Marcel Sabitzer den vierten Sieg in Folge

RB Leipzig hat auch ohne dauerhaften Powerfußball seinen Angriff auf die Spitze der Bundesliga fortgesetzt und die Generalprobe für die "Bayern-Festspiele" gemeistert.

Der Vizemeister setzte sich zu Hause gegen den VfB Stuttgart mit 1:0 (1:0) durch und feierte den vierten Pflichtspielsieg in Folge. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Es war ein schweres Spiel, Stuttgart hat gut verteidigt. Unser großes Plus war, dass wir geduldig gespielt haben. Wir sind sehr stolz über die drei Punkte", sagte Leipzigs Kapitän Willi Orban nach der Partie bei Sky.

Marcel Sabitzer (23.) erzielte vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena das Siegtor für die Sachsen, die am Mittwoch im DFB-Pokal zu Hause (ab 20.45 Uhr LIVETICKER) und am Samstag in der Liga auswärts (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) gegen den Rekordmeister Bayern München antreten.

Stuttgart wartet weiter auf ersten Auswärtssieg

"Es wird ein intensives Spiel. Ich glaube, Bayern ist nochmal eine andere Liga. Und sie haben durch den Trainerwechsel zu alter Stärke gefunden. Aber wir wollen uns von unserer besten Seite präsentieren und sehen, was drin ist", blickte Orban auf das Pokalspiel gegen die Münchner voraus.

(Alle Highlights der Partie am Sonntag um 9.30 Uhr und 13.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1)

Aufsteiger VfB Stuttgart musste dagegen erneut Lehrgeld zahlen und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg in der Liga.

"Es ist sehr ärgerlich, heute war hier mehr drin. Ich hatte das Gefühl, dass die Leipziger nicht so griffig waren. Aber die letzte Kaltschnäuzigkeit hat uns gefehlt", sagte VfB-Torwart Ron-Robert Zieler. Von einer Auswärtsschwäche wollte Zieler aber nichts wissen: "Das nächste Auswärtsspiel in der Bundesliga ist gegen den HSV und da werden wir anfangen zu punkten."

Sabitzer bringt Leipzig in Front

Leipzig ließ es im Vergleich zum Hochdruck-Fußball der letzten Wochen etwas ruhiger angehen, lief den Gegner nicht so brutal schnell an. Im Spiel nach vorne hatten Emil Forsberg und Naby Keita zunächst Mühe, die Räume zu finden.

So war es eine sehenswerte Einzelleistung von Sabitzer, die zum 1:0 führte. Der Österreicher fasste sich nach Zuspiel von Timo Werner ein Herz und schlenzte den Ball aus 20 Metern unter die Latte.


Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl hatte erneut mit Rotation auf die hohen Belastungen der letzten Wochen geantwortet. Der Coach stellte auf vier Positionen um. Eigentlich sollte auch Torschütze Sabitzer eine Pause bekommen, doch nach einer kurzfristigen Verletzung von Bruma fand sich der Österreicher doch in der Startelf wieder - zum Glück für RB. (Tabelle der Bundesliga)

Werner erstmals wieder in der Startelf

Werner stand gegen seinen Ex-Klub nach einer Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur erstmals wieder in der Startelf und hatte einige gute Aktionen. Mitte der ersten Halbzeit scheiterte der 21-Jährige mit einem Flachschuss nur knapp.

Werner hatte beim VfB den Sprung aus der Jugend in die Bundesliga geschafft, ehe er 2016 nach Leipzig wechselte. In der 61. Minute war dann Schluss für Werner, Jean-Kevin Augustin kam für ihn aufs Feld. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)


Stuttgart in der zweiten Hälfte mutiger

Der VfB rechnete offenbar mit einem wilden Angriffswirbel des Vizemeisters und stellte sich den Leipziger mit zwei dicht gestaffelten Viererketten entgegen. Das Umschalten klappte bei der Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gut, doch die Pässe in die Spitze oder auf die Außenpositionen kamen oft zu unpräzise.

RB schonte ein wenig die Kräfte, ließ den Ball häufiger als sonst quer laufen. Keita und Forsberg strahlten dabei eine große Ruhe aus, übertrieben aber manchmal auch das Einzelspiel. Stuttgart wurde im zweiten Durchgang etwas mutiger. Takuma Asano tauchte frei vor dem Leipziger Tor aus, doch RB-Keeper Peter Gulacsi war rechtzeitig unten. Kurz darauf war es wieder Asano, der per Hacke nur den Pfosten traf.