#WeRemember: Online-Kampagne gedenkt der Holocaust-Opfer

Mit der Social-Media-Kampagne #WeRemember gedenkt der Jüdische Weltkongress (WJC) der Opfer der Shoa.


We Remember – Wir erinnern uns: Zum 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts, rief der Jüdische Weltkongress auf seinen Social-Media-Kanälen dazu auf, mit einer Hashtag-Kampagne der Opfer der Shoah zu gedenken. In Postings hält die Kampagne die Nutzer dazu an, ein Foto von sich mit „#WeRemember“-Schild zu teilen oder per E-Mail an die Kampagne zu schicken.

„Antisemitismus ist heute präsenter als jemals zuvor seit dem zweiten Weltkrieg und Bigotterie und Diskriminierung erheben rund um die Welt immer noch ihr hässliches Haupt. Deswegen müssen wir alle zusammen bekennen, dass wir uns erinnern“, so der Geschäftsführer des Jüdischen Weltkongresses Robert Singer.

„Das Ziel ist, Menschen, die nicht viel über den Holocaust wissen oder jene, die anfällig für diejenigen sind, die ihn komplett leugnen, zu erreichen und die Welt daran zu erinnern, dass ein solcher Schrecken wieder passieren könnte. Wir benutzen die Werkzeuge der sozialen Medien und hoffen, die nächste Generation zu erreichen, weil es bald ihre Aufgabe sein wird, diese Geschichte zu erzählen und sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert“, wird Müller auf der offiziellen Website des WJC zitiert.

Bis jetzt ist die Aktion ein voller Erfolg: Tausende Menschen luden Fotos hoch und gedachten so der Holocaust-Opfer und der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

Das Konzentrationslager Auschwitz (hier auf einem Bild aus dem Jahr 2017) wurde am 27. Januar 1945 befreit. (AP Photo/Czarek Sokolowski)

Nikki Haley, die UN-Botschafterin der USA, postete unter anderem ein Zitat des Schriftstellers Elie Wiesel: „Wir müssen immer Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, nie dem Opfer.“


Auch in Deutschland beteiligten sich zahlreiche Politiker an der Aktion.

„Wir dürfen in unserer Gesellschaft keinerlei Form von Antisemitismus dulden – egal aus welcher Ecke er kommt oder wo er geäußert wird“, schrieb Bundesjustizminister Heiko Maas.


Auch Grünen-Chef Cem Özdemir zeigte sich solidarisch.


„Nicht nur an Gedenktagen, sondern jeden Tag stehen wir von der FDP […] ein gegen #Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“, schrieb FDP-Chef Christian Lindner.


Auch Persönlichkeiten aus Sport und Showgeschäft unterstützen die Kampagne. „Jene, die nicht aus der Vergangenheit lernen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen“, schrieb etwa „The Big Bang Theory“-Star Mayim Bialik – ein Zitat des US-amerikanischen Schriftstellers und Philosophen George Santayana.


Bayern-München-Fußballer Sandro Wagner zeigte sich ebenfalls solidarisch:


Die eingesandten Fotos werden vom WJC auf die Wand des Auschwitz-Museums projiziert. Die Aktion kann in einem Livestream mitverfolgt werden.