Werder Bremens Max Kruse fordert Verstärkungen: "Müssen nachlegen"

Bremens Kruse fordert Neuzugänge. Der Offensivakteur sieht noch Handlungsbedarf, um den Abstiegskampf erfolgreich bestreiten zu können.

Max Kruse sah den Moment für Klartext gekommen. Nach dem 1:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim und angesichts eines drohenden Fehlstarts mit Werder Bremen forderte der Ex-Nationalspieler öffentlich Verstärkungen. "Ich bin gespannt, ob wir auf dem Transfermarkt noch was machen", sagte Kruse in der ARD: "Wenn wir weiter nach oben kommen wollen und das Ziel, was wir uns immer gesetzt haben, erreichen wollen, müssen wir zwangsläufig auch nachlegen."

Derart klare Worte eines Leistungsträgers haben in der Bundesliga absoluten Seltenheitswert. Kruse sieht vor allem in der "zweiten Reihe" Handlungsbedarf, damit Werder den Bundesliga-Existenzkampf erfolgreich bestreiten kann. Sein Klub droht in der Rückrunde schnell unter Druck zu geraten. Denn am kommenden Sonntag geht es zu Bayern München - gegen den Rekordmeister hat Werder die vergangenen 14 Liga-Duelle allesamt verloren. 

"Werden den Kopf nicht in den Sand stecken"

"Dass wir tabellarischen Druck haben werden, war klar", sagte Trainer Florian Kohfeldt, für den das Glas nach der Punkteteilung gegen Hoffenheim aufgrund der Ausbeute "halb leer" war. Mit Blick auf das Bayern-Duell gab sich der Bundesliga-Neuling kämpferisch und hofft durchaus auf Punkte im Süden: "Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir sagen nicht, dass da nichts geht."

Womöglich muss Werder bis Mitte Mai kämpfen, bis zum letzten Spieltag, darauf stellt Kohfeldt seine Profis ein. Doch der 35-Jährige hätte so gar nichts dagegen gehabt, schon früh in der zweiten Saisonhälfte ein wenig Ruhe reinzubringen. Mit einem Sieg gegen Hoffenheim, der durchaus möglich gewesen war.

"Es hätten gerne auch drei Punkte sein dürfen", sagte Sportchef Frank Baumann, der wie Kohfeldt mit der Leistung durchaus zufrieden war. Angesichts der Patzer der Konkurrenz aus Mainz und Hamburg verpasste Werder aber einen größeren Schritt und bleibt auf dem Relegationsplatz hängen. Baumann hält die Augen nach Verstärkungen weiter offen, der finanzielle Spielraum ist allerdings begrenzt.