Werder Bremen: Luca Caldirola spührt kein Vertrauen von Alexander Nouri

Bremen hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und sich von Trainer Alexander Nouri getrennt. Werder steht auf dem vorletzten Rang.

Luca Caldirola vom SV Werder Bremen fordert mehr Einsatzzeit. Der Verteidiger fühlt sich verraten und übt öffentliche Kritik an Trainer Alexander Nouri.

"Ich brauche zwei, drei Spiele, um bewertet werden zu können", stellt Caldirola in der Bild fest. Der Italiener bekam allerdings bisher nur eine Chance gegen den VfL Wolfsburg. Dementsprechend schlecht ist die Laune beim 26-Jährigen: "Unter den Bedingungen hier zu bleiben, bringt mich nicht weiter."

Vorerst will es Caldirola aber "bis Januar" versuchen. Nun bietet er sich Nouri mit anderen Mitteln an - mit öffentlicher Kritik: "Wir haben zwei verschiedene Meinungen. Er sagt, ich sei ein wichtiger Spieler und er habe viel Vertrauen. Aber das empfinde und sehe ich aktuell nicht so."

"Muss an meine Karriere denken"

Auf Nachfrage der Bild , ob er kein Vertrauen spüre, meinte Caldirola: "So ist es." Der Italiener führt aus: "Als Moisander verletzt war, hat der Trainer Milos (Veljkovic, Anm. d.Red.) nach links gezogen. Als Sane verletzt war, durfte Moisander nach zwei Einheiten wieder spielen. Nein, Vertrauen vom Trainer spüre ich da nicht."

Dass Robert Bauer als Innenverteidiger eingesetzt wird, gefällt Caldirola nicht: "Mir wurde gesagt, wir haben nur vier Innenverteidiger. Da habe ich meine Chance gesehen. Aber wir sind fünf. Jetzt ist es eine andere Situation." Dementsprechend macht er sich Gedanken.

"Ich liebe Bremen, aber ich muss ja auch an meine Karriere denken", stellt der Verteidiger fest. Die Frage nach den Mannschaftsklima beantwortet er vielsagend: "In jeder Mannschaft gibt es einige Unzufriedene. Das ist normal." Gleichwohl sehe er aber kein extremes Gefälle.