Wer wird neuer Eurogruppen-Chef?

Fünf Jahre lang stand Jeroen Dijsselbloem an der Spitze der Eurogruppe. Jetzt muss der Niederländer den Chefposten räumen – denn seine sozialdemokratische Partei gehört nicht mehr zur Regierung in Den Haag. Im Rennen um Dijsselbloems Nachfolge stellen sich in Brüssel vier Bewerber zur Wahl.

Gute Chancen zugerechnet werden dem portugiesischen Finanzminister Mario Centeno. Genau wie sein slowakischer Amtskollege Peter Kazimir ist er Sozialdemokrat. Außerdem auf der Bewerberliste: Lettlands Finanzministerin Dana Reizniece-Ozola und der luxemburgische Ressortleiter Pierre Gramegna.

Den als Favorit geltenden Mario Centeno unterstützt Medienberichten zufolge auch die deutsche Bundesregierung. Der frühere Finanzminister Wolfgang Schäuble lobte den Portugiesen vor kurzem als "Ronaldo der Eurogruppe" – eine Anspielung auf den portugiesischen Fußballstar. Zuletzt betonte man aber in Berlin, bei der Wahl des Eurogruppen-Chefs sei „noch alles offen.“

Die lettische Kandidatin auf den Vorsitz ist vielen vor allem Großmeisterin im Schach bekannt. Sogar Weltmeisterin Hou Yifan musste sich Dana Reizniece-Ozola geschlagen geben.