Wer hat die Dinosaurier getötet? Eine neue Theorie will den wahren Schuldigen kennen

Trottet der Triceratops hier durch den nuklearen Winter? Nein, dieser Dino ist nur aus Plastik. (Bild: AP Photo)

Wodurch sind die Urzeitechsen wirklich gestorben? Ist es möglich, dass Dunkle Materie den berüchtigten Asteroiden auf die Erde schleuderte? Und wie bedrohlich ist das Szenario für uns Menschen? Darum geht es jetzt in einem neuen Buch.

Vor 66 Millionen Jahren starben die Dinosaurier. Aber wer trägt die Schuld? Dass es der Einschlag eines Asteroiden war, gilt unter vielen Experten als sicher. Kann es aber sein, dass dieser angestoßen wurde und sich erst dadurch auf den Weg Richtung Erde machte?

Die Wissenschaftlerin Lisa Randall hat das Buch „Dark Matter and the Dinosaurs“ geschrieben und meint, den wahren Übeltäter ausgemacht zu haben: Dunkle Materie. Etwa 85 Prozent der Materie im Universum bestehen daraus. Da Dunkle Materie keine Strahlung wie etwa Licht aussendet, ist es schwer, sie überhaupt wahrzunehmen. Sie interagiert mit regulärer Materie im Prinzip nur durch ihre Anziehungskraft.

Randall stellt nun die Theorie auf, dass es die Dunkle Materie war, die den Dinosauriern den Garaus gemacht hat, und zwar, als unser Sonnensystem durch ein Feld aus Dunkler Materie flog. Dadurch wurde schließlich ein riesiger Gesteinsbrocken – mit einem Durchmesser von rund sieben Meilen – in Richtung Erde geschleudert. „Der hat so ziemlich jedes Desaster ausgelöst, das man sich vorstellen kann – außer vielleicht der Zombie-Apokalypse. Saurer Regen, Erdbeben, Vulkane, Flutwellen und die globale Erwärmung“, heißt es in dem Buch.

Eine Atombombe ist zwar reichlich totbringend, der Asteroid war aber ungleich tödlicher. (Bild: AP Photo)

Randall meint, derlei Szenarien geschähen regelmäßig. Das ließe sich auch an den Kratern auf der Erde sehen, die von Einschlägen aus dem All stammten. Alle 100 Millionen Jahre käme es demnach zu einem Massensterben auf der Erde. Das liege daran, dass unser Sonnensystem sich durch die Milchstraße bewege und dabei regelmäßig durch Felder von Dunkler Materie flöge.

Weil das letzte Mal aber erst 66 Millionen Jahre zurückliege, müssten wir uns darum noch keine Sorgen machen. „Von den Dingen, um die wir uns Sorgen machen müssen, ist das kein besonders wichtiges“, sagt Randall. Trotzdem gibt es heute keine Dinos mehr.

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