Wer diese Sportart ausübt, lebt am längsten

Sophie Winter
Freie Autorin

Dass regelmäßiger Sport die Gesundheit und damit auch die Lebenserwartung steigert, ist seit langem unumstritten. Jetzt hat eine Forschergruppe herausgefunden, dass man mit manchen Sportarten sehr viel mehr Lebenszeit herausholen kann als mit anderen.

Tennisspieler leben angeblich länger als Jogger (Symbolbild: Getty Images)

Über 25 Jahre hat ein internationales Forscherteam mehr als 8000 Dänen begleitet, in Intervallen den Gesundheitszustand der Probanden überprüft und sie gefragt, welchen Sport sie ausüben. Das erste Ergebnis war wenig überraschend: Die Sportmuffel starben im Schnitt früher als diejenigen, die sich regelmäßig bewegten.

Joggen hilft, aber andere Sportarten helfen mehr

Galt früher vor allem Joggen als Sportart, mit der sich das eigene Leben verlängern lässt, kamen die Wissenschaftler hinter der “Kopenhagen City Heart“-Studie auf den zweiten Blick aber auf ein ganz anderes Ergebnis. Während die Jogger im Vergleich zu Sportverweigerern 3,2 Jahre länger lebten, kamen Radfahrer schon auf 3,7 Jahre.

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Fußballer lebten im Schnitt 5 Jahre länger, Badmintonspieler 6,2 Jahre. Ganz vorne landeten aber Tennisspieler, die mit 9,7 Jahren am meisten Lebenszeit aus ihrem Sport zogen.

Der soziale Aspekt ist entscheidend

Einen Teil davon führen die Wissenschaftler auf den Umstand zurück, dass manche Sportarten eher von wohlhabenderen Menschen betrieben werden, die sich auch gesünder ernähren und insgesamt mehr Wert auf einen gesundheitsfördernden Lebensstil legen. Daneben scheint der positive Effekt beim Tennis vor allem auf den sich wiederholenden, intensiven Intervallen zu beruhen.

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Und noch ein Faktor scheint den Forschern entscheidend: Die Sportarten, die ein besonders langes Leben begünstigen, sind keine Einzelsportarten. Die “Welt“ zitiert mit James O’Keefe einen Co-Autor der Studie, der sagt: “Mit anderen Menschen zu spielen und zu interagieren, hat wahrscheinlich einzigartige psychologische und physiologische Effekte.“

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