Wer bekommt den Europäischen Filmpreis?

An diesem Samstag wird in Berlin zum 30. Mal der Europäische Filmpreis verliehen, der Preis schlechthin für Europas Filmindustrie.

Als bester europäischer Film sind nominiert:

- The Square von Ruben Östlund

Die schwedische Satire über einen Museumskurator und Gutmenschen gewann schon die Goldene Palme in Cannes.

- Körper und Seele von Ildikó Enyedi

Die Liebesgeschichte in einem Budapester Schlachthaus gewann den Goldenen Bären in Berlin.

- Nelyubow – Loveless von Andrei Swjaginzew

Das Familiendrama über einen russischen Jungen, den seine Eltern im Scheidungskampf völlig vernachlässigen, wurde in Cannes mit dem Jurypreis ausgezeichnet.

- 120 BPM von Robin Campillo

Das französische AIDS-Aktivisten-Drama “120 battements battements par minute”, im Paris der frühen 1990er Jahre angesiedelt, wurde in Cannes mit dem Grand Prix ausgezeichnet.

- Die andere Seite der Hoffnung von Aki Kaurismäki

Das Melodram über die eigentümliche Freundschaft zwischen einem finnischen Handelsvertreter und einem syrischen Flüchtling erhielt bei der Berlinale den Silbernen Bären für die beste Regie.

Als bester europäischer Filmregisseur oder Regisseurin nominiert sind:

- der Russe Andrei Swjaginzew für “Loveless” – die Ungarin Ildikó Enyedi für “Körper und Seele” – der Grieche Yorgos Lanthimos für den Psychothriller The Killing of a Sacred Deer – der Finne Aki Kaurismäki für “Die andere Seite der Hoffnung”:

(Für den Film hat er auch das Drehbuch geschrieben und ihn produziert. Nach eigenen Worten soll dies sein letzter Film als Regisseur sein. – und der Schwede Ruben Östlund für “The Square”

(der, wie er sagt, für den Film inspiriert wurde von seinen eigenen Erfahrungen in der Kunstszene.)

Als beste Schauspielerinnen sind nominiert sind:

- die Französin Juliette Binoche

für ihre Rolle in Meine schöne innere Sonne – Isabelle und ihre Liebhaber – ihre Landsfrau Isabelle Huppert

als großbürgerliche Unternehmerin in Michael Hanekes Familiendrama Happy End – die Deutsche Paula Beer

für ihre Rolle als um den gefallenen Verlobten trauernde Anna in François Ozons Film Frantz – die Britin Florence Pugh

für ihre Rolle als junge, unglückliche Ehebrecherin in Lady Macbeth – und die Ungarin Alexandra Borbély

als eine der beiden Protagonisten in “Körper und Seele.

Als beste Hauptdarsteller nominiert sind: – der Argentinier Nahuel Pérez Biscayart

für seine Rolle in “120 BPM” – der französische Altmeister Jean-Louis Trintignant

für seine Rolle in Hanekes “Happy End” – der Österreicher Josef Hader

für seine Darstellung Stefan Zweigs in Vor der Morgenröte – der Ire Colin Farrell

als Herz-Chirurg in “The Killing of a Sacred Deer” – und der Däne Claes Bang

in der Hauptrolle in “The Sqare”.

Die Gewinner werden bei der Gala an diesem Samstagabend in Berlin bekanntgegeben.