Weniger Tote auf europäischen Straßen

In Hamburg ist ein junger Mann durch ein explodierendes Akku-Ladegerät getötet worden. Die Ursache für das Geschehen war zunächst unklar, Spezialisten der Polizei ermittelten

Auf den Straßen der Europäischen Union sind im vergangenen Jahr 25.300 Menschen tödlich verunglückt - 300 weniger als 2016. Das geht aus Zahlen hervor, die die EU-Kommission am Dienstag vorstellte. Seit 2010 hat sich die jährliche Zahl der Unfalltoten in der EU demnach um 20 Prozent reduziert.

Der Trend sei zwar eindeutig, teilte die Brüsseler Behörde mit. Das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 im Vergleich zu 2010 zu halbieren, werde dennoch nur schwer zu erreichen sein. Mit im Durchschnitt 49 Verkehrstoten pro eine Millionen Einwohner seien die europäischen Straßen jedoch weiterhin die sichersten weltweit, versicherte die Behörde.

Am gefährlichsten sind der Kommission zufolge die Straßen in Rumänien und Bulgarien, wo jährlich 98 respektive 96 Menschen pro eine Millionen Einwohner bei Verkehrsunfällen sterben. Am wenigsten Verkehrstote gibt es in Schweden (25 pro eine Million Einwohner), Großbritannien (27) und den Niederlanden (31). In Deutschland sind es 38.

Zudem seien 135.000 Menschen 2017 bei Verkehrsunfällen in der EU ernsthaft verletzt worden - ein Großteil davon Fußgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer. Die "sozioökonomischen Kosten" durch Verkehrsunglücke beziffert die Kommission mit rund 120 Milliarden Euro pro Jahr.