Weniger Parteispenden für die FDP

190.000 Euro hat die FDP in den ersten vier Monaten des Jahres erhalten. Das ist vergleichsweise wenig – nach der Bundestagswahl gab es deutlich mehr Geld.


In den ersten vier Monaten des Jahres hat die FDP einen Spendenrückgang verzeichnet. Laut Zahlen, die dem Handelsblatt vorliegen, hat die Partei bis zum 1. Mai 2018 190.000 Euro an Spenden erhalten.

In den drei Monaten nach der Bundestagswahl hatte die Partei laut damaligen Angaben noch rund 350.000 Euro an Spenden erhalten. In den vergangenen neun Jahren hatte die Partei stets mindestens eine Million Euro im Gesamtjahr erhalten. Nur im Jahr 2010 lag das Spendenaufkommen bei knapp unter 1 Million Euro.

Die Gesamtentwicklung der Vermögenslage sei jedoch sehr positiv, hieß es – auch durch das gute Wahlergebnis und die damit verbundene staatliche Teilfinanzierung. Die Bundespartei habe zudem durch das Rekordspendenergebnis im Jahr 2017 mit über sechs Millionen Euro nicht nur die Kampagne zur Bundestagswahl komplett finanzieren, sondern auch noch „etwas zur Seite legen“ können.


„Die Parteifinanzen haben sich sehr stabil entwickelt“, sagte Bundesschatzmeister Herrmann Otto Solms dem Handelsblatt. „Wir werden aber auch in Zukunft unser Ausgaben auf das Notwendige konzentrieren, um diese gesunde Entwicklung weiterhin sicherzustellen.“

Solms wird beim Bundesparteitag am Samstag die Zahlen vorstellen. Es ist das erste Mal seit dem Wiedereinzug in den Bundestag und dem Abbruch der Jamaika-Verhandlungen, dass die Delegierten in diesem Format zusammentreten. Vor allem die Wirtschaft hatte den Abbruch der Verhandlungen scharf kritisiert.

Positiv entwickelten sich laut Angaben der Partei die Mitgliederzahlen. Zum 1. Mai 2018 hatte die FDP 64.000 Mitglieder. Das waren rund Zehntausend mehr als noch zu Jahresbeginn 2017. Seit dem 1. Januar 2018 sind knapp 1.500 neue Mitglieder der FDP beigetreten.