Weniger Neuinfektionen; Berichte über neue Corona-Hilfsprogramme

David Verbeek

(Bloomberg) -- Während sich zuletzt wieder weniger Menschen in Deutschland mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, werden offenbar weitere Maßnahmen vorbereitet, um die ökonomischen Folgen der Pandemie abzufedern. Laut Medienberichten sollen sie dem Gastgewerbe, Autokäufern und Familien mit Kindern zugutekommen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat laut DPA Vorschläge vorgelegt, wie besonders von der Krise betroffenen Firmen schnell geholfen werden kann. “Manchen Unternehmen bleibt schlicht keine Zeit mehr”, sagte der Minister und nannte der Presseagentur zufolge Gaststätten, Hotels, Reisebüros, Messebetreiber und “verschiedene Veranstalter im Kulturbereich”. Die Maßnahmen seien “zeitkritisch”, es gehe für diese Firmen darum, die nächsten Wochen zu überbrücken.

Nach Informationen der Automobilwoche will die Bundesregierung den Kauf von Elektroautos mit 4.000 Euro unterstützen, für Verbrenner ist demnach eine Kaufprämie von 3.000 Euro vorgesehen. Der Spiegel berichtet, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz einen einmaligen Kinderbonus von 300 Euro je Kind plant. Die Maßnahme soll fünf bis sechs Millarden Euro kosten. Zudem erwägt Scholz dem Magazin zufolge Gutscheine für Verbraucher, von denen auch Kinderlose profitieren würden.

Nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Freitagmorgen haben sich in den zurückliegenden 24 Stunden 548 Menschen neu mit dem Virus angesteckt. Es ist der zweite Rückgang in Folge, nachdem die Neuinfektionen am Mittwoch erstmals seit dem 9. Mai wieder die Tausendermarke überschritten hatten. Zum Höhepunkt der Entwicklung in Deutschland Ende März waren an manchen Tagen knapp 7.000 Neuinfektionen gemeldet worden.

Zuletzt wurden 59 weitere Todesfälle bekannt gegeben. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben sind, stieg damit auf 8.203.

Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland 179.021 Infektionen gemeldet. 158.087 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Reproduktionszahl R0 lag nach Angaben des Robert Koch Instituts vom Donnerstagabend bei 0,89. Sie war damit geringfügig höher als am Vortag und weiterhin unter der wichtigen Marke von eins. Der Sieben-Tage-R-Wert. der Schwankungen ausgleicht, stieg zuletzt von 0,87 auf 0,92.

Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

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