Weniger Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr

Ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Foto: Monika Skolimowska/Symbolbild

Hamburg (dpa) - Dank der stabilen Konjunktur in Deutschland müssen weniger Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Im ersten Halbjahr haben 10.427 Unternehmen eine Insolvenz angemeldet, teilte die Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel in Hamburg mit.

Damit verringerte sich die Zahl der Firmenpleiten um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2017 sei mit bis zu 21 000 Firmeninsolvenzen zu rechnen. Dies wäre nicht nur der achte Rückgang in Folge, sondern auch der niedrigste Stand bei den Firmenpleiten seit 1999.

«Die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Firmen in Deutschland sind weiterhin gut. Sie profitieren von der stabilen Konjunktur und den günstigen Finanzierungsbedingungen», sagte Geschäftsführerin Ingrid Riehl. «Zudem nehmen Einkommen und Kaufkraft der Konsumenten weiter zu, was sich wiederum positiv auf die Unternehmen auswirkt.»

Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre habe bei den Unternehmen auch dafür gesorgt, dass viele ihre Eigenkapitalquote verbessern konnten. «Dadurch erhöhen die Firmen ihre finanzielle Stabilität und sind resistenter gegen kleinere Unternehmenskrisen», sagte Riehl.