„Wendepunkt im politischen Gefüge“: 700 Kölner demonstrieren gegen die AfD

Zur Demo hat das Bündnis „Köln gegen Rechts“ aufgerufen.

Nach Bekanntwerden des AfD-Ergebnisses haben sich mehrere Hunderte Demonstranten am Dom versammelt, um gegen den Einzug der Rechtspopulisten ins Parlament zu protestieren. Dem friedlichen Zug durch die Innenstadt schlossen sich am Abend immer mehr Menschen an. Die Polizei sprach von 700 Teilnehmern. Sie skandierten „Nationalismus raus aus den Köpfen“ und forderten ein Bleiberecht für Flüchtlinge.

Das Bündnis Köln gegen Rechts hatte dazu aufgerufen, die Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ zu unterstützen. Bündnissprecher nannten das Ergebnis der Wahl einen „Wendepunkt im politischen Gefüge der Bundesrepublik Deutschland“.

„Offen rassistisch“

Erstmals ziehe „eine offen rassistische und zugleich in weiten Teilen faschistische Partei mit einem marktradikalen Wirtschaftsprogramm in den Bundestag ein“. Die Verantwortung für den hohen Stimmenanteil der Rechtsaußenpartei hätten auch die politischen Akteure, die sich der politischen Mitte zuordnen würden.

„Anstatt eine eigene Agenda zur Lösung sozialer und politischer Probleme zu entwerfen und vorzustellen wurde der öffentliche Diskurs der AfD überlassen.“ Keiner Partei sei es gelungen, „eine Gesellschaft von morgen zu entwerfen und mit zukunftsweisenden Konzepten eine Antwort auf die Probleme der Menschen zu geben.“

Im Wahlkampf seien wichtige Zukunfts-Themen zu kurz gekommen. Redner warnten bei der Demonstration davor, nun zu versuchen, die AfD rechts zu überholen, um Wähler zurückzugewinnen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta