Wembley-Horror: Bericht über sexuellen Übergriff

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Wembley-Horror: Bericht über sexuellen Übergriff
Wembley-Horror: Bericht über sexuellen Übergriff
Wembley-Horror: Bericht über sexuellen Übergriff

Das Finale der Europameisterschaft hätte ein großes Fußball-Fest werden sollen.

Unter dem Strich war es das aber nicht, auch wenn sich Sieger Italien und Gastgeber England im Endspiel einen spannenden Fight geliefert hatten. Zu viele schockierende Szenen spielten sich rund um das Wembley-Stadion von London ab.

Auch am zweiten Tag nach dem Triumph tauchen noch verstörende Details auf. Zum Beispiel, wenn man den Augenzeugenbericht des englischen Journalisten Andy Lines liest. Dieser berichtet für den Mirror von den Geschehnissen am Sonntag.

"Ich habe mit Entsetzen gesehen, wie sich das furchtbare Geschehen an den Eingängen F und G vor der Partie abgespielt hat. Ich habe mehrere Dutzend gesehen, die über die Drehkreuze gesprungen sind", schrieb er. Es gibt - nicht bestätigte - Berichte von insgesamt mehreren hundert Eindringlingen.

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"Ich habe mit einem aufgewühlten jungen Ordner gesprochen, der mir gesagt hat, dass ein ticketloser England-Fan ihn mit einem Messer bedroht habe", erzählte Lines. Der junge Mann habe gesagt: "Was hätte ich tun sollen? Ich verdiene 8,90 Pfund die Stunde - dafür lasse ich mich nicht erstechen."

Frau klagt über sexuellen Übergriff

Eine Frau, die mit einem Rock bekleidet war, habe den Journalisten derweil angehalten und berichtet, dass sie während des allgemeinen Ansturms Opfer eines "sehr ernsten sexuellen Übergriffs" geworden sei. Ein Mann habe sie bedroht und sei ihr vor den Drehkreuzen sehr nahe gekommen.

Weiter heißt es in dem Vor-Ort-Bericht: "Ein kleiner Junge, vielleicht 11 oder 12 Jahre alt, war offensichtlich traumatisiert. Sein Vater, ein Sikh, tröstete ihn, während der Junge darum bettelte, nach Hause gebracht zu werden." Lines habe versucht, dem Vater-Sohn-Duo zu erklären, dass nicht alle englischen Fans so drauf seien.

Ein anderer Fan zeigte sich im Gespräch beschämt und erklärte gegenüber dem Reporter: "Jegliche Hoffnungen, dass wir die WM 2030 bekommen, sind dahin."

Die Randalierer machten im Final-Rausch dabei übrigens vor niemandem Halt. Wie Andrea Mancini, Sohn von Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini bei Sky Sport Italia berichtete, wurde ihm sein Sitzplatz von einem ticketlosen Eindringling gestohlen. Er habe die erste Halbzeit auf einer Treppe verfolgt, ehe er später doch noch einen Platz bekam.

Zumindest für ihn dürfte es trotz aller schlimmen Ereignisse im Vorfeld am Ende noch ein Fußball-Fest gewesen sein.

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