Wem gehört der DAX? Vor allem eine Firma aus dem Ausland ist fast überall investiert (846900)

Birgit Haas
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Mögen die Deutschen ihren Aktienleitindex DAX nicht? Auf diese Idee könnte man kommen, wenn man erfährt, dass mehr als die Hälfte der Aktien der 30 umsatzstärksten deutschen Firmen in ausländischem Besitz sind. 

Eine Studie der Beratungsgesellschaft EY zeigt, dass 55 Prozent der ausgegeben Wertpapiere in internationalen Händen liegen, 29 Prozent davon in Europa, 20 Prozent in Nordamerika. 

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil ausländischer Aktionäre um 13 Prozent erhöht — dieser Trend wurde 2014 allerdings gestoppt. Doch von einem starken „Home Bias“, wie der Hang nationaler Anleger zum heimischen Markt genannt wird, fehlt hierzulande jede Spur. Dabei steht die deutsche Wirtschaft doch robust da.  

„Ich sehe das positiv", sagt Martin Steinbach, Aktienexperte bei EY. Die Börse sei ja international zugänglich und international ebenso vernetzt, wie die deutschen Exportweltmeister selbst. „Unsere Analyse zeigt, dass deutsche Unternehmen eine Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus haben.“ Das Interesse ausländischer Investoren belege, dass die Gesamtökonomie Deutschlands als stabil bewertet werde. 

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