Weltwirtschaftsforum will Lösungen für Brüche in der Welt suchen

dpa-AFX

COLOGNY (dpa-AFX) - Angesichts tiefer Risse in Wirtschaft und Politik will das Weltwirtschaftsforum (WEF) bei seiner Jahrestagung 2018 nach Lösungen suchen. Das Programm werde die Grundursachen der vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Brüche unter die Lupe nehmen und zugleich pragmatische Lösungen untersuchen, kündigte das WEF am Montag in Cologny an.

Unter dem Motto "Creating a Shared Future in a Fractured World" (Deutsch etwa "Eine gemeinsame Zukunft in einer gespaltenen Welt schaffen") diskutieren vom 23. bis 26. Januar mehr als 3000 Teilnehmer, darunter Spitzenpolitiker und Top-Manager, im schweizerischen Alpenort Davos.

Konkret sollen dabei "innovative Ideen" vorgelegt werden, um etwa den Freihandel beizubehalten und den Umweltschutz zu stärken. Damit stellt sich das WEF klar gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump, der unter anderem eine Abschottungspolitik propagiert und die USA aus dem Pariser Klimaabkommen herausführen will. Aber auch die Situation der EU angesichts des bevorstehenden Brexits soll beobachtet werden.

Als besonderes Zeichen gilt zudem, dass das WEF die sechs sogenannten Co-Chairs, die das Programm mitentwickeln und etwa Diskussionsrunden leiten, diesmal komplett mit Frauen besetzt. Vorgesehen sind unter anderem die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg und IBM -Chefin Ginni Rometty.