Weltweiter Verkauf von Kinokarten auf neuem Rekordstand

Gal Gadot vor "Wonder Woman"-Plakat

Trotz des Erfolgs von Film-Streamingdiensten sind die weltweiten Einnahmen beim Verkauf von Kinokarten auf einen neuen Rekordstand gestiegen. 2017 seien Tickets für 40,6 Milliarden Dollar (33 Milliarden Euro) verkauft worden, teilte der US-Kinoverband MPAA, ein Zusammenschluss der sechs größten Hollywood-Studios, am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles mit. Damit seien die Einnahmen fünf Prozent höher gewesen als 2016, das bereits ein Rekordjahr gewesen sei.

Insbesondere Blockbuster wie "Die letzten Jedi", die achte Episode der "Star Wars"-Reihe, der romantische Fantasy-Musical-Film "Die Schöne und das Biest" oder die Comicverfilmung "Wonder Woman" mit Gal Gadot in der Hauptrolle ließen in aller Welt die Kinokassen klingeln.

Außerhalb von Nordamerika stiegen die Einnahmen laut MPAA um sieben Prozent auf 29,5 Milliarden Dollar - vor allem dank einer Erholung des chinesischen Marktes. Als die größten ausländischen Kino-Märkte nach China listete MPAA Japan, Großbritannien, Indien und Südkorea auf. In Nordamerika sanken die Kino-Einnahmen leicht auf 11,1 Milliarden Dollar, nachdem sie 2016 einen Rekordstand von 11,4 Milliarden Dollar erreicht hatten.

Die neuen Zahlen dürften die großen Filmstudios beruhigen, nachdem 2016 erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt die Kino-Einnahmen im Ausland zurückgegangen waren.

Der MPAA-Bericht geht auch auf den Bereich "Home Entertainment" ein. Demnach stiegen die weltweiten Ausgaben für die audiovisuelle Unterhaltung zu Hause um elf Prozent auf 47,8 Milliarden Dollar. Die Zahl der Abos bei Video-Streamingdiensten wuchs den Angaben zufolge weltweit um satte 33 Prozent auf 446,8 Millionen.

"Mit mehr Geschichten und Geschichten erzählenden Medien als je zuvor passt sich unsere Branche weiter einer sich immer weiter verändernden Welt an", erklärte MPAA-Chef Charles Rivkin. Dank ständiger Innovationen wachse der globale Unterhaltungsmarkt "an mehreren Fronten".