Weltrekord in Gefahr? Bolt reagiert auf das neue Sprint-Wunder

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Weltrekord in Gefahr? Bolt reagiert auf das neue Sprint-Wunder
Weltrekord in Gefahr? Bolt reagiert auf das neue Sprint-Wunder

Selbstbewusste Worte einer Legende!

Über Jahre hinweg hatte Usain Bolt die Sprintwelt dominiert und Titel und Rekorde wie am Fließband gesammelt. Seine Weltrekorde über 100 und 200 m sind immer noch eine eigene Welt. (Alles zur Leichtathletik)

Allerdings hätte der Jamaikaner noch schneller sein können, wie er nun im Interview mit The Guardian im Hinblick auf die neuen Entwicklungen in der Leichtahtletik angab.

Vor allem die neuen Spikes haben die Fantasie des achtmaligen Olympiasiegers angeregt. Die neue Welle von Spikes aus einem superleichten, energierückführenden Schaumstoff sollen dem Läufer mindestens eine Zehntelsekunde über 100 Meter bringen. Daher hätte er sicherlich noch schneller laufen können als 9,58 Sekunden bei der Weltmeisterschaft 2009 in Berlin.

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Zwar wisse er nicht genau, wie viel schneller, "aber definitiv schneller. Unter 9,5 Sekunden ganz sicher - ohne jeden Zweifel!"

US-Teenie greit Usain Bolts Rekorde an

Damit reagierte Bolt auch indirekt auf die neue Sprint-Sensation aus den USA. Erriyon Knighton schickt sich an, die Rekorde der Sprint-Legende anzugreifen - zumindest lassen seine Leistungen im Jugendbereich auf eine große Karriere hoffen.

Bei den US-Trials verbesserte er seine Bestzeit über die 200 Meter auf 19,88 Sekunden. Damit knackte der junge US-Amerikaner nicht nur als erster Unter-18-Jähriger die 20-Sekunden-Marke, er stellte zudem einen neuen U20-Weltrekord auf.

Den hatte der einstige Über-Sprinter aus Jamaika im vergleichbaren Alter auf 19,93 Sekunden gedrückt. Im Finale der Trials verbesserte Knighton seine Zeit erneut um vier Hundertstel auf 19,84 Sekunden. Als Dritter des Rennens löste er damit auch das Olympia-Ticket.

Bolt ist unglücklich über neue Spikes

Unabhängig von den Leistungen des Youngsters machte sich Bolt aber Gedanken um die aktuelle Entwicklung in der Leichtathletik. Bereits in seiner aktiven Zeit gab es immer wieder Bestrebungen, technische Neuerungen zu entwickeln. "Ich weiß, dass über die Jahre jeder versucht hat, die Spikes anders und besser zu machen", beschrieb er die Situation.

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Dass World Athletics die neuen Spikes für legal erklärt hat, sieht er mit Skepsis. "Die Regeln sind die Regeln", erklärte er, und fügte hinzu: "Ich glaube nicht, dass ich ganz glücklich sein werde, aber es ist nun mal so."

Ein Comeback kommt nicht in Frage

Dennoch seien die neuen Spikes kein Grund, über ein mögliches Comeback nachzudenken. "Es (das Comeback, Anm. d. Red.) war etwas, worüber ich im ersten und zweiten Jahr nach meinem Rücktritt nachgedacht habe", offenbarte er und gestand, damals sogar deswegen zu seinem Trainer gegangen zu sein. Der habe ihn aber gewarnt, dass es schwieriger als zuvor werden würde.

Mittlerweile ist er mit seinem Karriereende im Reinen: "Wenn ich zurückblicke, bedauere ich nichts. Ich habe in meiner Karriere extrem gut gearbeitet. Es stimmt, sie endete nicht auf die beste Art, aber das Vermächtnis, das ich hinterlassen habe, ist wunderbar."

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