Weltmeister gratulieren Löws Perspektiv-Team

Die DFB-Spieler besiegten Australien mit 3:2. Foto: Marius Becker

Noch vor dem Nachtflug nach Kasan erreichten Joachim Löws erfolgreich gestartete Confed-Cup-Jungs die Glückwünsche der Weltmeister. «Good job, boys!», schrieb Jérôme Boateng via Internet.

Auch Mesut Özil zollte per englischsprachiger Kurznachricht Respekt für das 3:2 (2:1) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum Auftakt des WM-Testlaufs gegen Australien. «Well done, bro.», schrieb er an Torschütze Julian Draxler. Und: «Congrats to the whole team today.» Frei übersetzt: Gratulation. Gut gemacht! Die beiden Champions von 2014 konnten dem Auftritt des deutschen Perspektivteams im Olympiastadion von Sotschi also durchaus viel abgewinnen.

Auch Bundestrainer Löw zog vor der eiligen Abreise in die Tatarenstadt an der Wolga, wo am Donnerstag (20.00 Uhr/MESZ) der Turnier-Härtetest gegen Chile ansteht, ein positives Fazit des Turnierauftakts in Russland: «Ich bin zufrieden, dass wir die ersten drei Punkte eingefahren haben. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, hatten gute Kombinationen und eigentlich alles unter Kontrolle», sagte der 57-Jährige. Löws Einschränkung verbarg sich in dem Wort «eigentlich». Denn ohne Makel war der Erfolg gegen den recht biederen Asienmeister nicht.

«Das Schlechte an der Geschichte war, dass wir nur 2:1 geführt haben. Nach 60 Minuten haben wir ein bisschen den Faden verloren. Die Stabilität zu halten, daran können wir arbeiten», fuhr Löw in seiner Analyse fort. Viel Zeit bleibt nicht, vor dem Duell mit Löws Turnierfavorit und dessen Kapitän Arturo Vidal die Defizite noch abzustellen. «Chile wird schon ein Spiel auf einem anderen Level. Chile spielt mit einer unglaublichen Variabilität und Intensität», sagte der DFB-Chefcoach.

Leon Goretzka ist davor nicht bange. Der große Gewinner des Australien-Spiels freut sich auf das Duell mit dem Südamerika-Meister. «Das Turnier ist ja auch dafür da, sich mit solchen Mannschaften zu messen», sagte er. Der Schalker war der Mann des Abends in Sotschi, auch wenn Kapitän Draxler von der FIFA zum Man of the Match gewählt wurde.

Goretzka schoss sein Premierentor im DFB-Trikot, holte den von Draxler verwandelten Elfmeter heraus und war auch am 1:0 von Lars Stindl beteiligt. «Wir haben schon in einigen Situationen gezeigt, dass wir sehr gut Fußball spielen können», sagte der 22-Jährige.

Von gutem Fußball wollte Bernd Leno nicht reden. Der Torwart war der traurige Verlierer in Löws Gewinnerteam. Beide Gegentore hätte er in guter Verfassung leicht verhindern können. «Es ist mal so, dass man ein schlechteres Spiel macht. Das war vielleicht so, aber ich habe in den restlichen Spielen meine Leistung gebracht. Ich werde mich weiter anbieten», versprach der Leverkusener.

Von Minuspunkten für Leno im Torhüter-Dreikampf um den Stellvertreterposten hinter Manuel Neuer mit Marc-André ter Stegen und Kevin Trapp wollte Löw auch nicht sprechen. «Im Training macht er auch einen sehr guten Eindruck. Er hat vielleicht mal einen Fehler gemacht, aber das ist für mich kein Problem.»

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