Weltmeister Christophe Dugarry: PSG bietet "hohe Summen für Spieler, die nicht kommen wollen"

Immer wieder werden Top-Spieler mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. Doch die großen Transfer kommen meistens nicht zustande.

Ex-Profi Christophe Dugarry, der mit der französischen Nationalmannschaft Welt- und Europameister wurde, hat Paris Saint-Germain scharf für seine Transferpolitik kritisiert.

"Seit dem Abgang von Sportdirektor Leonardo 2013, versuchen sie einen Coup zu landen, indem sie viel Geld und hohe Summen für Spieler bieten, die nicht kommen wollen", schimpfte er bei RMC. "Und zwar deshalb, weil der Verein unglücklicherweise nicht attraktiv genug und unstrukturiert ist."

Deswegen glaubt der 45-Jährige auch nicht, dass Real-Star Cristiano Ronaldo einen Wechsel in die französische Hauptstadt in Betracht zieht. "Es ist wie letztes Jahr, als sie an Neymar interessiert waren und er letztlich verlängert hat", so Dugarry weiter. "Mit Ronaldo wird es jetzt genauso laufen."

PSG muss seine Transferpolitik ändern

Auch viele der zuletzt zustandegekommenen Transfers waren aus seiner Sicht katastrophal. Ihm fehlt ein klares Konzept bei den Verantwortlichen. "Wenn sie strukturiert wären, wie es erforderlich ist, hätten sie sich schon vor langem um Spieler wie Dybala, Gabriel Jesus oder Mbappe gekümmert […] auch Dembele" erklärte er. 

"Die Strategie der Kataris ist: Durch die Voraussetzung, dass man Geld hat, kann man sich alles erlauben. Aber nur weil du vielleicht der reichste Verein der Welt bist, bringst du nicht die Spieler dazu, zu kommen. Sie müssen damit aufhören und ihre Strategie ändern, um die Goldstücke der Zukunft zu finden", so Dugarrys vernichtendes Urteil.

Der Klub aus Paris gab in den letzten beiden Transferperioden rund 144 Millionen Euro aus, beendeten die Saison in Frankreich aber lediglich auf Rang zwei.