Weltgeschehen: Worüber diese Woche kaum berichtet wurde

So wird für die Abschaffung der Schweizer Rundfunkgebühren geworben. (Quelle: Jungfreisinnige Thurgau)

Nordkorea testet abermals Raketen, Donald Trump will junge Migranten abschieben und in Burma wird die Volksgruppe der Rohingya aus dem Land getrieben – diese Nachrichten dominierten in dieser Woche das Nachrichtengeschehen. Doch was ist sonst noch in der Welt passiert? Wir fassen zusammen, über welche Ereignisse hierzulande kaum berichtet wurde.

“No Billag”: Schweizer Parlament berät über Abschaffung von Rundfunkgebühren

Ähnlich wie in Deutschland finanziert sich das Schweizer Fernsehen hauptsächlich über Gebührengelder. Eine Initiative mit dem Namen “No Billag” fordert nun die Abschaffung der Zwangszahlungen. Im Parlament wird seit Ende der Woche darüber debattiert, insgesamt 69 Redner haben sich für Wortbeiträge angemeldet. Wahrscheinlich ist eine Abschaffung der Gebühren, die von der Inkassostelle Billag eingefordert werden, allerdings nicht.

Israel: Gericht kippt Militär-Sonderregelung für orthodoxe Juden

Der Oberste Gerichtshof in Israel erklärte Anfang dieser Woche ein Gesetz für rechtswidrig, das ultraorthodoxe Juden vom ansonsten verpflichtenden Militärdienst befreit. In der Begründung hieß es, die Ausnahmen würden dem Gleichheitsgrundsatz widersprechen. Ein Jahr lang hat das Parlament nun Zeit, eine neue Lösung zu finden. Die religiöse Schas-Partei kündigte bereits an, für die Beibehaltung der Ausnahmen kämpfen zu wollen.

Hilfsarbeiter sind an der Küste der Insel Salamis mit Aufräumarbeiten beschäftigt. (Bild: AP Photo)

Umweltkatastrophe nahe Athen: Öltanker mit 2.500 Litern Treibstoff gesunken

Am Sonntagabend sank ein mit 2.500 Litern betankter Öltransporter vor der griechischen Insel Salamis. Seit Montag sind Hilfskräfte mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, die laut Behörden noch „monatelang“ andauern könnten. Der Ölteppich erstreckt sich über 1,5 Kilometer und beschränkte sich zunächst auf die Bucht von Salamis.

Tauwetter am Golf: Saudischer Kronprinz telefoniert erstmals mit Emir von Katar

Hoffnung auf Frieden in dem seit rund zwölf Wochen dauernden Katar-Konflikt: Erstmals seit Beginn der Krise telefonierten der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz miteinander. Saudi-Arabien verhängte im Juni eine Blockade gegen Katar, weil das Emirat angeblich terroristische Gruppen in der Region unterstützt.

Zehntausende Franzosen protestieren gegen Arbeitsmarktreform

In ganz Frankreich haben am Dienstag dieser Woche Zehntausende Menschen gegen eine von Präsident Emmanuel Macron geplante Arbeitsmarktreform demonstriert. Allein in Paris waren rund 24.000 Menschen auf den Straßen unterwegs. Die Reform sieht unter anderem vor, den Kündigungsschutz teilweise zu lockern und Entschädigungen für ungerechtfertigte Kündigungen zu deckeln.

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