Weltgeschehen: Worüber diese Woche kaum berichtet wurde

Der Eiffelturm in Paris ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt. (Bild: AP Photo)

In Mexiko erschüttert ein Erdbeben das Land, in den USA und der Karibik wüten Hurrikane. Deutschland steht kurz vor der Bundestagswahl und die Lufthansa übernimmt große Teile von Air Berlin – diese Themen dominierten diese Woche die Nachrichten. Doch was ist sonst noch in der Welt passiert? Wir fassen zusammen, über welche wichtigen Ereignisse hierzulande kaum berichtet wurde.

Glaswand um Eiffelturm

Frankreich wurde in den letzten Jahren immer wieder Opfer von Terroranschlägen. Paris zieht daraus nun Konsequenzen. Um den Eiffelturm soll eine kugelsichere Glaswand errichtet werden. Sieben Millionen Besucher kommen jährlich zur wohl wichtigsten Sehenswürdigkeit der Stadt. Der Architekt der Glaswand betont, dass man sie aus der Ferne kaum wahrnehmen würde – Widerstand gibt es aber trotzdem. Das Projekt sei zu eilig beschlossen worden und würde nicht nur das Wahrzeichen abriegeln, sondern auch den angrenzenden Park. Das passt vor allem den Anwohnern nicht.

Riesiges eisfreies Loch vor der Antarktis entdeckt

Fast 50.000 Quadratkilometer groß war das Loch im Eis des Weddell-Meeres vor der Antarktis für kurze Zeit. Das ist etwa so groß wie Niedersachsen. Solche eisfreien Bereiche sind dort selten, denn die Temperaturen in der Antarktis liegen für gewöhnlich im zweistelligen Minusbereich. Als Grund für diese Anomalie gilt bisher, dass Wasser aus der Tiefe aufgestiegen ist. Weit unten im Meer sind die Temperaturen höher, das Wasser ist dort etwa zwei bis drei Grad wärmer.

Eine Frau in Mekka. Die meisten Frauen in Saudi-Arabien tragen Schleier. (Bild: AP Photo)

Saudi-arabische Frauen dürfen erstmals in Stadion – für einen Tag

Am Wochenende wird in Saudi-Arabien der Nationalfeiertag zelebriert. Im König-Fahd-Stadion der Hauptstadt Riad wurde zu diesem Anlass extra ein Bereich eingerichtet, der Familien vorbehalten bleiben soll – und damit auch Frauen. Denen ist der Zugang zum Stadion eigentlich strikt verboten. Denn: In dem muslimischen Staat sind die Rechte von Frauen stark eingeschränkt. Sie dürfen nicht Auto fahren oder ohne Kopftuch das Haus verlassen. Ob die Erlaubnis ein Einzelfall bleiben soll, ist nicht bekannt. Allerdings dürfen Mädchen seit Kurzem bereits am Schulsport teilnehmen.

Studie entblößt negativen Einfluss von Geschlechterrollen

In 15 Ländern haben Forscher 10-14-Jährige zu ihren Erfahrungen mit Geschlechterrollen befragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd: In den USA gilt laut der Studie der Körper als größtes Kapital einer Frau. In Indien hingegen sehen Mädchen ihren Körper als etwas, das verhüllt werden muss. Männlichkeit, so der Konsens der Jugendlichen, bedeutet Unabhängigkeit und Stärke. Ein weiteres Fazit: Für junge Männer öffne sich die Welt mit der Pubertät, während sie sich für Frauen zur gleichen Zeit schließe.

Papagei kauft per Sprachsteuerung im Internet ein

In London hat es ein Papagei geschafft, per Sprachsteuerung bei Amazon zu bestellen. „Buddy“ imitierte einfach die Stimme seiner Halterin, aktivierte damit den Sprachassistenten „Alexa“ und bestellte daraufhin bei dem Onlineversandhandel. Corienne Pretorius, die Besitzerin des Papageien, konnte sich zunächst nicht erklären, wer das Paket mit goldfarbenen Geschenkkartons bestellt haben könnte. Pretorius veröffentlichte daraufhin ein Video, das zeigt, wie der Papagei immer wieder in menschlichem Tonfall nach „Alexa“ krächzt.