Wenn ihr die Welt liebt, solltet ihr sie besser nicht bereisen

Agatha Kremplewski
Ein Mann räumt Müll an einem der Sandstrände der indonesischen Ferieninsel Bali auf. 

Las Lajas in Panama: Braungebrannt laufe ich mit einem roten Bikini bekleidet den menschenleeren Strand entlang. Links von mir: der badewannenwarme Pazifik, rechts von mir: Palmen und hin und wieder eine kleine Holzhütte. Die Sonne blendet meine Augen, ein lauer Wind weht durch meine salzverkrusteten Haare. 

Plötzlich kitzelt mich etwas an meinen Füßen, umschlingt meine Gelenke weich, raschelt sanft:

Es ist eine Plastiktüte.

Panama hat im Gegensatz zu vielen anderen Urlaubsorten noch keine Schlagzeilen gemacht, was Umweltverschmutzung betrifft. Trotz mit Tüten und Flaschen bespickter Strände kommt das Land an die Müllprobleme, mit denen Traum-Destinationen wie Bali, die Malediven oder Galapagosinseln zu kämpfen haben, nicht heran. 

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Fast 70 Millionen mal sind wir Deutschen im Jahr 2017 verreist und sind damit eines der reisefreudigsten Völker der Welt. Besonders beliebt ist der Strand- und Badeurlaub – schließlich wollen wir von unserem stressigen Alltag abschalten und uns endlich mal von der Sonne verwöhnen lassen.

Wo viele Touristen sind, ist auch viel Müll

Ich nehme mich selbst da nicht raus.

Ich habe allein in den letzten Jahren fast 30 Länder bereist, bin teilweise mehrmals jährlich geflogen, war an Touristenorten, habe Klimaanlagen genutzt und viel aus Plastikverpackungen unterwegs gegessen.

Das war ganz schön kacke von mir. Denn so habe ich als ein Teil des Massentourismus dazu beigetragen, dass unsere Erde, die wir so schön finden und deswegen entdecken wollen, weiter zerstört wird.

Wo viele Menschen sind, ist auch viel Müll. Das Müllproblem in Bali hat in den letzten Jahren zum Beispiel immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Die Insel wird jährlich mittlerweile von bis zu sieben Millionen Touristen besucht – bei etwa nur vier Millionen Einwohnern

Bali versinkt im Dreck 

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