Weitsprung: Salman-Rath trotzt dem Regen und steht im Finale, Wester raus

SID
Weitsprung: Salman-Rath trotzt dem Regen und steht im Finale, Wester raus

Im Dauerregen von London hat die deutsche Meisterin Claudia Salman-Rath (Frankfurt/Main) bei der Leichtathletik-WM das Finale im Weitsprung (Freitag, 20.10 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) erreicht. Die Hallen-EM-Dritte, die im Siebenkampf Achte wurde, verbesserte sich im dritten Versuch der Qualifikation auf 6,52 m und sprang damit unter die besten Zwölf der Welt. Alexandra Wester (Köln) landete hingegen bei 6,27 m und schied aus.
"Ich wusste, dass ich es eigentlich drauf habe. Ich musste Risiko gehen, sonst wäre ich nicht so weit gesprungen. Ich hoffe, dass ich am Freitag noch ein bisschen erholter bin", sagte Salman-Rath in der ARD. Wester, die bereits im Vorjahr bei den Olympischen Spielen in Rio das Finale verpasst hatte, meinte: "Ich will keine Ausreden suchen, für mich war es einfach ein schlechter Wettkampf, der schlechteste der Saison. Für mich ist es wie ein Fluch."
Unter widrigen Bedingungen schaffte keine Springerin die eigentlich für das Finale geforderten 6,70 m, alle zogen über die Weitenregel in den Kampf um die Medaillen ein. Als Beste qualifizierte sich Darja Klischina mit 6,66 m. Die Russin ist in London als neutrale Athletin am Start, da der russische Verband wegen massiven Dopingbetruges international weiter gesperrt ist. Insgesamt haben 19 Sportler aus Russland von der IAAF eine solche Ausnahmegenehmigung für London erhalten.
Ebenfalls im Finale stehen die Favoritinnen um Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Tianna Bartoletta (6,64) sowie die Weltjahresbeste Brittney Reese (6,50/beide USA). Auch Hallen-Europameisterin Ivana Spanovic (6,62/Serbien) gab sich keine Blöße.