Weiterer Sturm bedroht verwüstetes Zentralamerika

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Überschwemmte Straße nahe San Pedro Sula
Überschwemmte Straße nahe San Pedro Sula

Eine Woche nach dem Sturm "Eta" mit mehr als 200 Todesopfern wird Zentralamerika von einem weiteren Wirbelsturm bedroht. Die Behörden in Honduras, Guatemala und Nicaragua ordneten am Freitag (Ortszeit) Evakuierungen an, während der Tropensturm "Iota" über der Karibik an Stärke zunahm. Den Vorhersagen nach folgt "Iota" der gleichen Bahn wie zuvor"Eta" und könnte Hurrikanstärke zwei bis drei erreichen.

Die Behörden in Honduras ordneten Zwangs-Evakuierungen in der Region um die Hafenstadt San Pedro Sula an, die bereits vor einer Woche von sintfluartigen Regenfällen und Erdrutschen im Gefolge des Sturms "Eta" heimgesucht worden war.

In Guatemala rief der Katastrophenschutz die Bewohner bedrohter Gebiete im Norden und Nordosten des Landes auf, Notunterkünfte aufzusuchen. Der Boden könne kein weiteres Wasser aufnehmen, weitere Zerstörungen durch den neuerlichen Sturm seien zu erwarten, warnte Präsident Alejandro Giammattei. In Honduras riefen die Behörden Alarmstufe Rot aus, in Nicaragua begann der Rettungsdienst damit, mehrere Dörfer am Coco-Fluss zu räumen.

Guatemals Präsident Giammattei machte derweil die Industriestaaten für die durch den Klimawandel verursachten Naturkatastrophen verantwortlich. Diese sollten für die verursachten Schäden "geradestehen". Gemeinsam mit dem honduranischen Staatschef Juan Orlando Hernandez kündigte er an, Hilfsgelder unter anderem bei der Weltbank zu beantragen.

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