Weiterer Erfolg für Evotec: Aktie nimmt wieder Fahrt auf

Marion Schlegel
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Nach der ausgedehnten Korrektur bei der im TecDAX notierten Biotech-Gesellschaft Evotec war es zuletzt relativ ruhig um die Aktie geworden. Nun konnte das Unternehmen einen weiteren Erfolg melden. Evotec und MaRS Innovation gaben heute bekannt, dass im Rahmen der gemeinsamen LAB150-Partnerschaft das erste Projekt identifiziert werden konnte, das nun weiterentwickelt werden soll. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung im September 2017 haben die Partner nun das erste Projekt dieser akademischen BRIDGE ausgewählt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Kallikrein-hemmenden Substanzen für die Behandlung der seltenen aber schweren entzündlichen Hauterkrankung "Netherton-Syndrom" sowie der häufiger auftretenden Krankheit atopische Dermatitis (Neurodermitis). Haut-Kallikreine werden in der oberen Hautschicht exprimiert und stellen eine vielversprechende Zielstruktur dar, so Evotec weiter.

Etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung und etwa 20 bis 30 Prozent von Neugeborenen leiden an entzündlichen Hautkrankheiten, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Aktuell beschränken sich die Behandlungsmöglichkeiten auf allgemeine Immunsuppressiva (Steroide) oder systemische entzündungshemmende Biologika.

„Es gibt einen deutlichen ungedeckten medizinischen Bedarf für die Entwicklung von neuen Medikamenten, die eine Entzündung vor ihrem vollständigen Ausbruch bekämpfen, insbesondere in der Pädiatrie", sagt Dr. Ioannis Prassas, einer der Forscher an diesem Projekt, gemeinsam mit Dr. Diamandis und Dr. Antoninus Soosaipillai.

Dr. Werner Lanthaler, Vorstandsvorsitzender von Evotec, kommentierte: „Nach positiven Ergebnissen weiterer Forschungsaktivitäten, die gemeinschaftlich bei Evotec und in Dr. Diamandis' Labor durchgeführt werden, ist die Ausgründung eines neuen Unternehmens geplant, um die neuen Therapien aus LAB150 möglichst effizient und effektiv für Patienten zur Verfügung zu stellen."

Die Aktie von Evotec reagiert auf die Meldung am Morgen mit einem deutlichen Plus von mehr als zwei Prozent. Damit gelingt dem Wert auch der Ausbruch über die 200-Tage-Linie. Wichtig sind nun Anschlusskäufe. Die nächste größere Hürde ist das Januarhoch bei knapp 17 Euro. Die aktuelle Konsolidierungsphase eröffnet Anlegern die Möglichkeit, bei einem enorm interessanten deutschen Biotech-Wert noch einmal günstig zugreifen zu können.