Weitere neun Tote bei Protesten im Iran

Bei den Protesten im Iran soll es nach Angaben des staatlichen Fernsehens Irib weitere neun Tote gegeben haben. Es war jedoch zunächst unklar, ob es sich um Demonstranten, Polizisten oderRevolutionswächter handelte.

Die Proteste werden immer gewalttätiger. Mehr als 20 Menschen sollen seit Ausbruch der Unruhen vor fünf Tagen ums Leben gekommen sein. Wie das iranische Staatsfernsehen mitteilte, wurde ein Polizist bei Protesten in Nadschafabad im Zentrum des Landes getötet. Er starb, nachdem ein Demonstrant mit einem Jagdgewehr auf ihn geschossen haben soll.

Am Montagnachmittag fand im Parlament in Teheran eine Krisensitzung statt. Präsident Hassan Rohani betonte das Recht der Menschen auf freie Meinungsäußerung. Diese Freiheit dürfe jedoch nicht in Gewalt und Zerstörung ausarten. Die Regierung sei entschlossen, die Probleme der Bevölkerung zu lösen, allen voran die Arbeitslosigkeit.

Die landesweiten Proteste hatten am Donnerstag begonnen. Anfangs forderten die Menschen niedrigere Preise und mehr soziale Gerechtigkeit, doch die Parolen werden immer systemkritischer.

In mehreren Städten wie in Takestan gingen aber auch hunderte Menschen für die Regierung auf die Straße.