"Weit entfernt von Panik": Bruchhagen stärkt Gisdol

HSV-Trainer Markus Gisdol will die Krise bei Hertha BSC ausnutzen

Sechs der letzten sieben Spiele in der Bundesliga verloren, auch die kämpferisch starke Leistung gegen den FC Bayern München am Ende ohne Ertrag: Der HSV befindet sich als Tabellen-15. mit nur sieben Punkten aus acht Spielen weiter in einer verfahrenen Lage.

Vorstandschef Heribert Bruchhagen mahnt dennoch zur Ruhe und stärkt dem vor der Partie verstärkt in die Kritik geratenen Trainer Markus Gisdol den Rücken.

"Wir wissen, dass wir viel tun müssen, um uns zu verbessern", sagte Bruchhagen am Sonntag im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1, kündigte aber weiter Zusammenhalt im Klub an. Die Frage nach Gisdol sei "ermüdend".

Man sei weit davon entfernt, panisch zu werden oder zu resignieren. "Wir haben im vergangenen Jahr zeigen müssen, dass wir mit Geschlossenheit viel erreichen können", ergänzte der 69-Jährige.

Frust wegen Roter Karte für Jung

Frustriert zeigte sich Bruchhagen nach der 0:1-Pleite gegen die Bayern über die Rote Karte gegen Gideon Jung nach dessen Foul an Kingsley Coman - die den HSV merklich aus dem Konzept brachte und das Siegtor von Corentin Tolisso begünstigte.


"International ist das nicht Rot", hielt er fest, wollte aber keine direkte Kritik am Schiedsrichter üben: "Wir haben verloren und haben das hinzunehmen, da brauchen wir nicht über den See rudern."

Bruchhagen rechnet nicht mit einer Sperre von mehr als einem Spiel für den Defensivmann.