Heidel kontert Weinzierls Vorwürfe

Markus Weinzierl (l.) war in der Saison 2016/17 Trainer des FC Schalke

Markus Weinzierl stand auf der Kandidaten-Liste für das Traineramt des österreichischen Nationalteams. In der Saison 2016/17 war Weinzierl Trainer beim FC Schalke 04, bis 2019 hat der beurlaubte 42-Jährige dort noch einen Vertrag. Beim ÖFB sagte er selbst ab.

Nachdem Franco Foda jetzt das Teamchef der Österreicher bestätigt wurde, erhebt Weinzierl in einem Interview mit dem Kurier schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Klub Schalke 04. 

Warum? "Weil Schalke keine Gespräche geführt hat über eine mögliche Vertragsauflösung." Weiter führt der Bayer aus: "Der Klub hat die Gespräche gar nicht aufgenommen. Keine Ahnung warum. Dadurch war es dann gar nicht mehr möglich, weitere Gespräche zu führen."

Schalke wehrt sich

Schalke wehrt sich allerdings gegen die Vorwürfe. "Es gab eine Anfrage des österreichischen Verbands, ob wir bereit wären, Markus Weinzierl aus seinem Vertrag zu entlassen. Darauf haben wir 'Ja' gesagt", zitiert die dpa Schalkes Vereinssprecher Thomas Spiegel. Dann habe es "keine weitere Kontaktaufnahme" mehr gegeben.

Auch Sportvorstand Christian Heidel wies Weinzierls Aussagen zurück. "Ich kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen", sagte Heidel bei derWesten.de.  

"Der ÖFB hatte bei Clemens Tönnies angefragt, und er hat erklärt, dass wir grundsätzlich bereit sind, die Freigabe zu erteilen. Außer es gäbe Einwände des Vorstands, die gab es aber nicht", meinte Heidel bei Sky: "Der Berater hatte kurz zuvor bei mir angefragt. Die beiden Anfragen hatten sich überschnitten. Weitere Anfragen zu dieser Thematik gab es nicht mehr."

Weinzierl wäre nach eigener Aussage gerne Trainer der Österreicher geworden. "Das Team hat viel Potenzial. Die Spieler kennt man ja alle. Auch im Nachwuchs ist vieles möglich, da ist Salzburg sicherlich das Aushängeschild. Ihr habt eine gute Zukunft, auch wenn Ihr euch jetzt nicht qualifiziert habt", hätte sich der ehemalige Trainer des FC Augsburg auf die Aufgabe gefreut.

Foda kommt für Koller 

Foda tritt beim ÖFB die Nachfolge des Schweizers Marcel Koller an, der nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland seinen Hut nehmen musste. Neben Weinzierl und Foda standen auch Thorsten Fink und Köln-Coach Peter Stöger auf der Kandidatenliste. Dieser hatte dem ÖFB laut eigenen Angaben eine Absage erteilt. Das berichtet die Bild.