Weil verteidigt Oster-Shutdown - Regelung soll bundesweit gelten

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BERLIN (dpa-AFX) - Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat den geplanten Oster-Shutdown in Deutschland als wichtigen Beitrag im Kampf gegen die dritte Corona-Welle verteidigt. Es gehe um etwas anders als bei den bisherigen Lockdowns, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der Sendung "ZDF Spezial". Ziel sei nicht, die Zahl der Neuinfektionen extrem zu senken, das könne in so kurzer Zeit auch gar nicht gelingen. "Was wir wollen, ist die Dynamik der Infektionen derzeit zu brechen."

Der steile Anstieg müsse beendet werden, damit man nach Ostern auch mit Hilfe von mehr Tests in eine neue Phase der Pandemie-Bekämpfung gehen könne. "Dann wollen wir versuchen, Freiheit und Sicherheit zusammenzubringen", sagte Weil.

Bund und Länder hatten in der Nacht zum Dienstag unter anderem beschlossen, Gründonnerstag und Karsamstag einmalig zu "Ruhetagen" zu erklären, um das öffentliche, das private und das Arbeitsleben in der Osterzeit für fünf Tage so stark herunterzufahren wie noch nie in der Pandemie. Die Länder rechnen damit, dass das Bundesinnenministerium rasch eine rechtliche Grundlage liefert.

"Wir gehen davon aus, dass insgesamt das Arbeitsleben ruht. Davon wird es Ausnahmen geben", sagte Weil. Man warte auf die entsprechenden Vorschläge des Bundes. "Denn wir wollen das natürlich überall in Deutschland gleich machen." Ob auch Gottesdienste nur virtuell stattfinden sollten, sei noch offen. Darüber wolle man erst noch mit den Kirchen und den Glaubensgemeinschaften suchen. "Wir wissen ja, dass das ein besonderes Feld ist. Deshalb wollen wir erst sprechen, bevor wir entscheiden. "/wn/DP/he