Weil sie lesbisch sind: Paar wird aus Brautladen geworfen

Sharon Kennedy und Julie Ann Samanas sind ein lesbisches Paar aus West Pittston im US-Bundesstaat Pennsylvania. (Bild: Facebook/ shannon.kennedy. )

Shannon Kennedy und Julie Ann Samanas wollten sich für den schönsten Tag ihres Lebens einkleiden – ein Brautgeschäft machte ihnen allerdings einen Strich durch die Rechnung. Dafür kassieren die Inhaber nun einen Shitstorm in den sozialen Medien.

Seit 2014 ist es schwulen und lesbischen Paaren im US-Bundesstaat Pennsylvania erlaubt, zu heiraten, doch davon scheint ein Brautgeschäft wenig zu halten: Die Inhaber weigerten sich, ein lesbisches Paar auszustatten, das sich für seinen Hochzeitstag einkleiden wollte.

Das Paar wollte Anfang Juli in einem Laden in Bloomsburg ein Hochzeitskleid für Julie kaufen, das zu Shannons maßgeschneidertem Anzug passt. Beide wollen im März nächsten Jahres heiraten. Im Brautgeschäft angekommen, musste das Paar einen Fragebogen ausfüllen. Unter dem Punkt „Name des Bräutigams“ schrieben sie „Braut“, woraufhin eine Mitarbeiterin nachhakte.

„Ist das Kleid für eine lesbische Trauung? Wir wissen nicht, ob Sie davon gehört haben, aber wir sind Christen und glauben nicht an die gleichgeschlechtliche Ehe. Wir können Ihnen kein Kleid verkaufen“, berichtet Shannon die Begründung der Mitarbeiterin gegenüber „Yahoo Style“.

Das Paar war völlig verdutzt und ging zunächst zu einem weiteren Brautgeschäft. Als der erste Schock verdaut war, teilte das Paar die unschöne Erfahrung kurzerhand auf Facebook. „Ich gebe mein Geld gern woanders aus, wenn ein Geschäft es dir nicht erlaubt, ein Hochzeitskleid zu kaufen, weil du lesbisch bist.“ In ihrem Post verlinkten sie auch das Brautgeschäft, das sie so unverschämt abgewiesen hatte.

Innerhalb kürzester Zeit wurde ihre Beschwerde hundertfach geteilt und kommentiert. Viele halten das Verhalten der Mitarbeiterin für diskriminierend und völlig inakzeptabel. Laut der Seite „Philadelphia Gay News“ habe das Brautgeschäft kurze Zeit später ein Statement auf ihrer Facebook-Seite geteilt, in dem es hieß: „Die Besitzer von W.W. Bridal Boutique haben das Recht, unser Leben gemäß des ersten Zusatzartikels der Verfassung nach unserem Glauben zu leben. Der Kongress darf kein Gesetz absegnen, das die freie Ausübung verbietet.“ Das Statement wurde kurze Zeit später jedoch wieder gelöscht.

Bereits 2014 geriet das Brautgeschäft in die Schlagzeilen. Die Besitzer weigerten sich, einem lesbischen Paar einen Termin zur Anprobe zu geben. Julie und Shannon lassen sich von dieser Erfahrung aber nicht einschüchtern. Sie suchen nun einfach in anderen Geschäften nach dem perfekten Kleid für ihre Hochzeit.