Weihnachtsmärkte: Berliner und rumänische Polizei geht gegen Taschendiebe vor

Ein Mann stiehlt einer Frau eine Geldbörse aus der Tasche

Berlin. Die Berliner Polizei plant am ersten Adventswochenende wieder eine Kampagne gegen Taschendiebstähle. Das geht aus der Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine schriftliche Anfrage des Berliner FDP-Abgeordneten Marcel Luthe hervor.

Gemeinsam mit der Bundespolizei hatten die Beamten bereits 2016 an Orten wie großen Bahnhöfen und Weihnachtsmärkten Menschen aufgeklärt und gewarnt. Aus Sicht der Ermittler ist dies ein erfolgversprechender Ansatz um die Zahl der Taschendiebe zu reduzieren.

Bei Streifen auf Weihnachtsmärkten - beispielsweise am Berliner Gendarmenmarkt - sollen auch rumänische Polizisten dabei sein. Die Zusammenarbeit erfolge im Rahmen einer Kooperation mit Rumänien, die auch 2018 fortgesetzt werden solle, hieß es.

Solche gemeinsamen Einsätze könnten Täter abschrecken, weil sie signalisierten, dass die Polizei grenzüberschreitend zusammenarbeite. Zudem seien Sprachkenntnis und interkulturelle Kompetenz hilfreich.

Nach Angaben der Innenverwaltung haben spezialisierte Fahnder des Landeskriminalamtes im vergangenen Jahr 561 Taschendiebe auf frischer Tat gefasst - rund 40 mehr als im Vorjahr.

Nach früheren Angaben der Polizei gab es 2016 in der Hauptstadt etwa 50.000 angezeigte Taschendiebstähle. Das waren rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr (rund 40.000). Berlin ist nach Polizeiangaben sehr verlockend für organisierte Banden von Taschendieben aus Südosteuropa.

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