Weihnachtsleckereien schon im Spätsommer lehnen die meisten Verbraucher ab

Schon im Spätsommer Weihnachtsleckereien in den Läden: Der Mehrheit der Verbraucher in Deutschland ist das deutlich zu früh, wie eine GfK-Umfrage zeigt. 18 Prozent entdeckten dieses Jahr bereits im August Weihnachtsgebäck oder -süßigkeiten im Handel

Schon im Spätsommer Weihnachtsleckereien in den Läden: Den meisten Verbrauchern in Deutschland ist das deutlich zu früh, wie eine am Dienstag in Nürnberg veröffentlichte Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK zeigt. 18 Prozent entdeckten in diesem Jahr bereits im August Weihnachtsgebäck oder -süßigkeiten im Handel. 84 Prozent davon gefällt dieser frühe Start des Weihnachtsgeschäfts nicht.

Eine große Mehrheit ist auch gegen einen Verkaufsstart im September, und lediglich 13 Prozent der Befragten finden es demnach richtig, das Weihnachtsgeschäft im Oktober zu starten. Zwei von drei Deutschen (66 Prozent) halten den November für den richtigen Zeitpunkt.

13 Prozent sagen, sie möchten Weihnachtsgebäck und -süßigkeiten erst im Dezember kaufen können. Allerdings greift gut jeder Zehnte (elf Prozent) bereits im August oder September und rund jeder Dritte spätestens im Oktober zu den ersten Weihnachtsleckereien.

Alles in allem kann der Handel im aktuellen Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatz von rund 14,3 Milliarden Euro rechnen. Das ist etwa so viel wie im vergangenen Jahr. Im Schnitt will jeder Deutsche für Geschenke 278 Euro ausgeben. Ein Dauerbrenner sind Bücher. Insgesamt 35 Prozent möchten mindestens ein Buch unter den Weihnachtsbaum legen. Für den Buchhandel ergibt sich daraus nach GfK-Berechnungen ein potenzielles Umsatzvolumen von 957 Millionen Euro.

Auf Rang zwei stehen Spielwaren, 34 Prozent der Deutschen planen ein Geschenk aus diesem Bereich. Dabei wird ein Umsatzvolumen von 1,82 Milliarden Euro erwartet. Bekleidung und Accessoires wollen 29 Prozent verschenken. Hier wird ein Umsatz von 1,58 Milliarden Euro erwartet, wobei Bekleidung in den vergangenen Jahren immer seltener zum Fest verschenkt wurde.

Mehr Umsatz wird hingegen mit Gutscheinen gemacht. Der Handel kann demnach mit 1,84 Milliarden Euro rechnen, das sind 150 Millionen Euro Umsatz mehr als im Vorjahr. Bargeld verschenkt mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Insgesamt wollen die Deutschen der Umfrage zufolge Münzen und Scheine im Wert von 3,5 Milliarden Euro verschenken. Das Institut befragte im Oktober und November mehr als 4300 Menschen.