#WeidelKickingThings: Die besten Tweets

Alice Weidel (AfD) muss im Netz einstecken. (Bild: AP Photo)

AfD-Politikerin Alice Weidel hat mit einem Kickbox-Foto unfreiwillig einen viralen Hit gelandet. Kritiker zeigen, wogegen die AfD auskeilt. Es gibt aber auch warnende Stimmen.

Alles begann mit einem Foto, das die AfD-Fraktionsvorsitzende auf Twitter und Facebook postete. Ein kräftiger Kickbox-Tritt gegen den Boxsack – den Weidel offenbar schon vermisst hatte.


Meme-affine Leser erkannten sogleich das Potenzial der Pose. Der Künstler und Satiriker Shahak Shapira wollte es der Internetgemeinde leicht machen. Er twitterte ein bereits bearbeitetes Foto der AfD-Politikerin samt Hashtag.


Schnell hatte es #WeidelKickingThings unter die Twitter-Trends geschafft. Die „heute-show“ montierte Weidel hinter den frisch aus türkischer Haft entlassenen deutschen „Welt“-Journalisten Deniz Yücel. Die Sendung „Quer“ des Bayerischen Rundfunks versetzte Weidel in Rotation. Andere Twitter-Nutzer ließen ganz einfach Bilder sprechen.




Nach Ansicht der NDR-Satiresendung „extra 3“ hat Weidel da was mit den Extremitäten durcheinandergebracht. Manche Twitter-Nutzer nutzten das Meme hingegen lieber zur Illustration der aktuellen Parteienlandschaft.



Sogar Hersteller von Tiefkühlpizzas wagten den bissigen politischen Kommentar. Der gern humoristische Twitter-Beauftragte von Dr. Oetker ließ Weidel gegen die „Überfremdung“ des deutschen Kulturguts Pizza antreten.


Neben mehr als 3000 „Gefällt mir“-Angaben generierte Dr. Oetker auch einige Aufmerksamkeit für das konkrete Produkt. So mancher Nutzer kam auf den Geschmack, befürchtete aber, einer Täuschung erlegen zu sein (nein, die Pizza „Lahmacun Style“ gibt es tatsächlich). Eine Nutzerin fragte gleich kritisch nach, warum ihr Supermarkt das tiefgekühlte Produkt nicht führt. Daraufhin schaltete sich Rewe in die Diskussion ein:


Das Meme wurde auf Twitter aber nicht nur als politisch Kommentar eingesetzt. Wahlweise mussten Stratosphärenspringer Felix Baumgartner, Fußballstar Cristiano Ronaldo, Disney-Heldin Mulan oder unschuldige Wagen dran glauben.





Bei aller Spiellust mit dem Meme kamen auch kritische Stimmen auf, ob #WeidelKickingThings klammheimlich zur AfD-Werbung werden könnte – etwas, das Weidel womöglich gar beabsichtigt hat. Davor warnte Ayla Mayer, Ressortleiterin Social Media bei „Spiegel Online“.


Lukas Steinwandter von der rechtskonservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ meinte dann auch:


Dazu hatte dieser Nutzer folgende Einschätzung: