Weidel will sich nicht auf Ja zu Ehe für alle festlegen

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel will sich nicht auf ein Ja zur Ehe für alle festlegen

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel will sich nicht auf ein Ja zur Ehe für alle festlegen. "Dass ich mich privat anders entschieden habe, heißt ja nicht, dass ich die klassische Familie ablehne", sagte die Politikerin, die in Lebenspartnerschaft mit einer Frau lebt, der "Bild am Sonntag". Ob sie die Ehe für alle genauso ablehne wie ihre Partei, sei "eine interessante Frage", sagte Weidel lediglich.

Die Ehe zwischen Mann und Frau sei im Grundgesetz klar definiert, dies sollte nicht so einfach geändert werden, gab die Fraktionschefin der rechtspopulistischen Partei zu bedenken. Zur Beziehung mit ihrer Partnerin sagte Weidel: "Wir sind in der eingetragenen Lebenspartnerschaft glücklich. Eine Heirat hat derzeit keine Priorität."

Weidels Partei hatte die Einführung der Ehe für alle durch den Bundestag scharf kritisiert. Ihr Ko-Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland bezeichnete die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern im Juli in der "Bild am Sonntag" als "Wertebeliebigkeit, die unserer Gesellschaft schadet".

Ihre lesbische Beziehung sei in der AfD aber "kein Thema, mit dem man sich mehrheitlich beschäftigt", sagte Weidel nun. "Es mag sein, dass der eine oder andere Ressentiments hat, aber das gibt es auch in anderen Parteien."