Weißes Haus beschuldigt Opposition der Blockade des neuen Berlin-Botschafters

Das Weiße Haus hat die Opposition im Kongress beschuldigt, die Entsendung des designierten neuen US-Botschafters Richard Grenell nach Berlin zu blockieren. Diese Verzögerungstaktik bringe die außenpolitischen Interessen der USA "in Gefahr", kritisierte Sprecherin Sarah Sanders

Das Weiße Haus hat die Opposition im Kongress beschuldigt, die Entsendung des designierten neuen US-Botschafters Richard Grenell nach Berlin zu blockieren. Der Oppositionschef im Senat, Chuck Schumer, halte Grenell ebenso wie andere Kandidaten des Präsidenten für Regierungsämter als politische "Geisel", kritisierte am Dienstag in Washington die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders. Diese Verzögerungstaktik bringe die außenpolitischen Interessen der USA "in Gefahr".

Präsident Donald Trump hatte Grenell bereits im September für den Botschafterposten ernannt. Da seine Ernennung jedoch wegen des Widerstands der Demokraten nicht bis Jahresende über die Bühne ging, war der Präsident gemäß den in der Kongresskammer geltenden Verfahren gezwungen, dessen Nominierung zu Jahresbeginn komplett neu in den Senat einzubringen. Das Nominierungsverfahren begann damit nochmals von vorn.

Der designierte Deutschland-Botschafter ist ein eifriger Unterstützer des Präsidenten und hat sich auch an dessen Attacken auf die sogenannten Mainstream-Medien beteiligt. Der 51-jährige PR-Berater war unter Präsident George W. Bush sieben Jahre lang Sprecher der US-Delegation bei den Vereinten Nationen.