Weißes Haus: Assad bereitet möglicherweise Giftgasangriff vor

Trump-Sprecher Spicer im Weißen Haus

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat Syriens Machthaber Baschar al-Assad vorgeworfen, möglicherweise einen Giftgasangriff vorzubereiten, der zu einem "Massenmord" an Zivilisten führen könnte. Die USA hätten "potenzielle Vorbereitungen für einen weiteren Chemiewaffenangriff des Assad-Regimes identifiziert, der wahrscheinlich einen Massenmord an Zivilisten, darunter unschuldige Kinder, zur Folge hat", sagte Trumps Sprecher Sean Spicer am Montag (Ortszeit) in Washington.

"Die Aktivitäten gleichen den Vorbereitungen, die das Regime vor seinem Chemiewaffenangriff am 4. April 2017 getroffen hat", sagte Spicer weiter. Die USA seien in Syrien, um die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu "eliminieren". Wenn Assad aber einen weiteren Chemiewaffenangriff ausführe, werde er und seine Armee dafür einen "heftigen Preis" bezahlen.

Anfang April waren im syrischen Chan Scheichun bei einem mutmaßlichen Giftgasangriff 87 Menschen getötet worden. Der Westen machte die syrische Armee dafür verantwortlich. Assad wies die Vorwürfe zurück und warf dem Westen vor, diese als "Vorwand" genutzt zu haben. Die USA hatten als Vergeltung für den Angriff einen syrischen Luftwaffenstützpunkt mit Marschflugkörpern beschossen. Es war der erste direkte Angriff des US-Militärs auf die syrischen Regierungstruppen.